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Diesel für Landwirte pro Liter 30 Cent günstiger – Niederösterreich

Wegen der hohen Inflation hat die Bundesregierung ein 110-Millionen-Euro-Hilfspaket für die Landwirtschaft angekündigt.

Auch Bundeskanzler Karl Nechamer (VP) kündigte im Zuge der Inflationswelle ein 110-Millionen-Paket landwirtschaftlicher Leistungen an und versprach, den Forderungen des Bauernverbandes nachzukommen – 30 Millionen davon sollen nach Niederösterreich fließen.

Laut einem Bericht des Niederösterreichischen Bauernverbandes werden die österreichischen Landwirte unter den höchsten Dieselpreisen in der EU leiden. In fast allen Ländern gibt es Präferenzen für Landwirte und spezielle Anti-Inflationspakete.

38.000 Familienbetriebe in Niederösterreich sind betroffen

Die Erhöhungen sorgen teilweise dafür, dass bäuerliche Familienbetriebe ihre Kosten nur schwer decken können, und gleichzeitig „hat der Handel die Landwirte trotz steigender Verbraucherpreise bisher nicht ausreichend in Form höherer Produktionspreise entschädigt. 38.000 bäuerliche Familienbetriebe in Niederösterreich hinken im EU-Binnenmarkt hinterher und haben einen klaren Wettbewerbsnachteil erlitten.“

Obmann des Niederösterreichischen Bauernverbandes LH-Stellvertreter Stefan Pernkopf und Geschäftsführer des Niederösterreichischen Bauernverbandes Paul Nemecek begrüßen die Maßnahmen für den Niederösterreichischen Bauernverband

Die wichtigste Forderung: Ausgleich der Energiekosten

Seit Monaten setzt sich der Niederösterreichische Bauernverband dafür ein, dass heimische Landwirtschaft spürbar und nachhaltig ist. Diese politische Arbeit für die Landwirte in Österreich und Niederösterreich habe sich bereits ausgezahlt, „die Bundesregierung unter Bundeskanzler Karl Nehamer wird das lang ersehnte Hilfspaket vorlegen.

„Spürbare Erleichterung“

„Dieses Paket wird eine spürbare, unbürokratische Entlastung für die in Gefahr geratene Landwirtschaft sein. Insbesondere im Vergleich zur EU wird die Ungleichbehandlung der landwirtschaftlichen Betriebe beseitigt und die Gerechtigkeit wiederhergestellt. Wir danken Bundeskanzler Karl Nehamer und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für das offene Ohr für die Interessen der niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern und für ihr klares Bekenntnis zur Sicherung der heimischen Ernährung“, so der Obmann des Niederösterreichischen Bauernverbandes und Stellvertreter Landeshauptmann Stefan Pernkopf und Landeshauptmann Paul Nemecek über die Pläne der Bundesregierung. Insbesondere für Diesel soll es 30 Cent pro Liter Entlastung geben – als Erstattung, je nach Unternehmensgröße.

Auch müssen Ausgleichszahlungen für gestiegene Futterpreise erfolgen. Die Auszahlung erfolgt im Herbst.

Nav-Konto wes Zeit06/16/2022, 12:30 | Akt: 16. Juni 2022, 13:58 Uhr