Das Dokument ohne Kritik daran ist nicht das Dokument. Als die große Ausstellung vor fünf Jahren unter der Leitung des polnischen Kurators Adam Szymczyk stattfand, war sie in vollem Gange. Nicht nur, weil Athen den zweiten Platz nach Kassel stark verschuldet hatte – auch inhaltlich blieb an der 14. Auflage dieses Festivals für zeitgenössische Kunst kaum ein Haar hängen: Die Kuratoren waren arrogant und herablassend, die Kunst banal, die Performance war chaotisch, sagten sie. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kritik, die Shimchik und sein Team am Neoliberalismus und Neokolonialismus äußern wollten, letztendlich scheiterte: Vor allem die Athener Kunstszene fühlte sich benutzt und bloßgestellt – aber nicht auf eine gute Art und Weise.
Add Comment