Die NGO war entsetzt über das Urteil und forderte die sofortige Freilassung von Santawi. „Der ganze Prozess war eine Farce, die sich über Monate hinzog. Mit dem heutigen Urteil findet er ein trauriges Ende“, sagte Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich. Santawi ist ein gewaltloser politischer Gefangener und ein unschuldiger Häftling. „Ahmed hat kürzlich in Wien studiert. Nur weil ihm vorgeworfen wurde, den ägyptischen Staat über soziale Medien zu kritisieren, wurde er seines Lebens beraubt und für mehr als 17 Monate rechtswidrig inhaftiert.“ Hunderte weitere Menschen sind ähnlich betroffen.
Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) sprach von einer „schockierenden Verurteilung“. Der wahre Grund für die Verhaftung war Santawis „kritische und fortschrittliche Forschung“. Das Urteil ist eine klare Verletzung der Menschenrechte und sollte nicht unbeantwortet bleiben. „Wissenschaft und Lehre sollen frei sein“, erklärte Keya Bayer vom ÖH-Ressortteam.
“Bewegung für Recht und Gerechtigkeit”
Die Rektorin der Central European University (CEU), Shalini Randeria, nannte das Urteil „einen Hohn auf Recht und Gerechtigkeit“. „Ahmed Samir Santawi ist ein politischer Gefangener. Er wurde inhaftiert, weil er als Wissenschaftler und als Privatperson von seinem Recht auf Meinungs- und Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat“, so Randeria weiter.
Die ÖH, Amnesty International Austria und die Central European University (CEU) setzen sich für die Freilassung der Studentin ein. Amnesty verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) in Ägypten am vergangenen Wochenende: Er betonte, dass „die weltweite Achtung der Menschenrechte ein fester Bestandteil der österreichischen Außenpolitik“ sei.
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