Im ersten Halbjahr wechselten 132.433 Strom- und Gaskunden (sowohl Haushalte als auch Gewerbe) ihren Anbieter. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres gab es 182.087 Änderungen.
104.000 Stromanbieterwechsel (davon 69.000 Haushalte) ergaben eine Wechselquote von 1,7 Prozent. Beim Gas lag der Satz bei 2,2 Prozent (25.000 Haushalte) bei 28.000 Kunden. Das geht aus der aktuellen Marktstatistik der Energieregulierungsbehörde E-Control hervor.
Der starke Rückgang der Rechnungen ist eine logische Folge der aktuellen Energiekrise, die die Energiepreise seit Monaten in die Höhe schnellen lässt. „Während sich dies noch nicht in vollem Umfang auf die Preise für Privatkunden ausgewirkt hat, denken insbesondere Kunden mit noch ‚alten‘ Bestandskundentarifen derzeit nicht über einen Anbieterwechsel nach“, so E-Control Wolfgang Urbancic in einer Pressemitteilung.
Tarife für Neukunden seien deutlich teurer und dürften in den nächsten Monaten nicht sinken, sagte Urbancic.
Niederösterreich und Oberösterreich mit hohem Wechselkurs
Im Vergleich der Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich weisen sie im ersten Halbjahr die höchsten Fluktuationsraten auf. 2,3 % der Oberösterreicher haben einen neuen Stromanbieter gefunden – für Gas 2,4 %.
In Niederösterreich liegt die Wechselquote bei Strom bei 2,2 Prozent und bei Gas bei 3,8 Prozent. Die niedrigste Bereitschaft zum Stromwechsel gibt es im „Ländle“ mit 0,6 Prozent – beim Gas teilt sich Vorarlberg mit Wien mit 1,4 Prozent den letzten Platz.
Energieeinsparung zur Senkung der Energiekosten
Alphonse Haber, ebenfalls Mitglied der E-Control Geschäftsführung, betonte, dass Energieeinsparung der einzige kurzfristig erfolgversprechende Faktor zur Senkung der Energiekosten sei. Der E-Control-Chef empfiehlt die bekannten Maßnahmen wie das effiziente Befüllen der Waschmaschinen und das Abschalten der Geräte, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei der Raumheizung liegt das größte Potenzial in der Absenkung der Raumtemperatur und der richtigen Raumbelüftung.
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