Der Subtyp omicron BA.5 wächst auch in Baden-Württemberg und könnte in nur vier Wochen für die meisten Kroneninfektionen verantwortlich sein.
Experten des Landesgesundheitsdienstes erwarten, dass die neue Variante des Coronavirus BA.5 in einem Monat die Neuinfektionen in Baden-Württemberg dominieren könnte. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Stuttgart mit.
Der Anteil der Coronavirus-Variante BA.5 verdoppelt sich in BW kontinuierlich
Laut Mitteilung hat sich der Anteil der BA.5-Zertifikate in Deutschland und Baden-Württemberg in den vergangenen Wochen verdoppelt. Nach Angaben baden-württembergischer Labore waren es in der vergangenen Woche bei allen getesteten Proben bereits drei bis zehn Prozent.
Diese Daten geben laut Gesundheitsministerium jedoch kein vollständiges Bild, da jede Woche nur ein kleiner Teil der Fälle auf die Virusvariante getestet wird.
RKI: Erhöhter Infektionsdruck möglicherweise schon im Sommer
Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer weiteren Verbreitung weiterer übertragbarer omicron-Sublinien. „Das derzeit stärkste Wachstum liegt im Verhältnis der Unterlinien BA.4 und BA.5“, schrieb das RKI im Corona-Wochenbericht vom 9. Juni 2022. Dies deutet darauf hin, dass diese Erreger in wenigen Wochen den Großteil der Evidenz darstellen dürften . In der Stichprobe der Vorwoche liegt der Anteil laut BA.5-Report bei 10 Prozent – die Verdopplung setzt sich von Woche zu Woche fort. Bei BA.4 sind es 2,1 Prozent, was ebenfalls etwa dem Doppelten der bisherigen Werte entspricht. „Diese beiden Teillinien werden sich aller Voraussicht nach stärker ausbreiten, sodass es bereits im Sommer zu einem insgesamt steigenden Infektionsgeschehen und einem erneuten Anstieg des Infektionsdrucks auf gefährdete Gruppen kommen kann“, warnt das RKI.
Erhöhte Infektionszahlen: Corona-Variante könnte Ursache sein
Nachdem etliche gemeldete Kronen-Neuinfektionen in Baden-Württemberg im Frühjahr lange zurückgegangen sind, steigt die Zahl der täglichen Infektionen seit Ende Mai wieder an.
Die Sieben-Tage-Frequenz – dh. die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Donnerstag nach Angaben des Landesgesundheitsdienstes (LGA) landesweit bei 238,9. Das entspricht einem Plus von 27,9 im Vergleich zur Vorwoche. Vor einem Monat lag die Inzidenz jedoch bei 478,9.
Mit der Subline BA.5 von Omicron, die unter anderem in Portugal zu einem Anstieg der Kronenfälle geführt hat, wird das Wachstum auch landesweit deutlicher. Trotz einer hohen Impfrate von 87 Prozent ist die Zahl der Krankenhauspatienten und die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Covid-19 in Portugal zuletzt gestiegen.
Wie gefährlich ist die neue Variante des Coronavirus BA.5 und was bedeutet das für den Umgang mit der Pandemie?
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Die Option BA.5 ist dem Gesundheitsamt seit mehreren Wochen bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Subtyp als Bestandteil von Omicron als Problem ein.
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