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Esterhazy zeigt Show für “Seven Communities”

Kultur

Neben der mehrtägigen Dauerausstellung im Schloss Esterhazy gibt es eine Sonderausstellung. Es widmet sich dem jüdischen Leben der Familie Esterhazy als Gönner.

06.06.2022 17.06

Heute online, 17.6

Jüdisches Leben existiert im heutigen Burgenland seit dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Gemeinden blühten jedoch erst im frühen 18. Jahrhundert auf, als die Fürstenfamilie Esterhazy die Herrschaft übernahm. Zu diesen sogenannten „Siebengemeinden“ gehören Eisenstadt, Mattersburg, Kobersdorf, Lakenbach, Deutschkreuz, Frauenkirchen und Kitzee. Diesen Gemeinschaften ist eine Ausstellung im Moreau-Saal des Schlosses Esterhazy gewidmet.

ORF “Sieben Gemeinden”

Viele zeigen zum ersten Mal

Gestaltet wurde die Ausstellung von den Esterhazy-Sammlungsdirektoren Florian Bayer und Margit Kopp sowie dem Historiker Felix Tobler. Gezeigt werden nahezu unbekannte historische Dokumente und Publikationen, die ein facettenreiches Bild von den Lebensumständen geschützter Juden in ihren Gemeinden vermitteln.

ORF Vor allem viele Dokumente sind bislang unbekannt

Das Patronat von Esterhazy bestand von 1739 bis 1848. Ein Aspekt darf nicht vergessen werden: Jüdische Gemeinden mussten natürlich Schutzsteuern an Fürst Esterhazy entrichten. „Auf der einen Seite steht die fürstliche Verwaltung, die versucht, hier und da mehr Profit zu machen, auf der anderen Seite die jüdische Gemeinde, die ihrerseits versucht, die Dinge moderat zu halten“, sagte Florian Bayer, der Ausstellung Designer.

Sheva Kehilot, die sieben jüdischen Gemeinden unter den Fürsten von Esterhazy, sind bis zum 2. Oktober im Schloss Esterhazy zu sehen.