Lehrer getötet – 5 schwer verletzt
Fahrzeuge fahren in Berlin in eine Menschenmenge
In Berlin raste ein Fahrzeug in eine Menschenmenge, darunter viele Studenten. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen auf dem Breitscheidplatz, nahe der Gedächtniskirche und dem Kurfürstendamm. Infolgedessen starb der Lehrer. Der Fahrer (29) wurde festgenommen.
Veröffentlicht: 10:59
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Aktualisiert: vor 25 Minuten
Ein Auto ist in Berlin in eine Menschenmenge gekracht! Die Behörden haben einen Todesfall bestätigt. Laut Bild ist sie eine Lehrerin, die mit ihrer Schülergruppe angereist ist. Mindestens acht Menschen wurden verletzt – fünf in kritischem Zustand und drei schwer.
Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am Mittwoch gegen 10.30 Uhr in der Tauentzienstraße nahe Gedächtniskirche und Ku’damm im Bezirk Charlottenburg.
Der Fahrer wollte fliehen
Berichten zufolge prallte der Fahrer zunächst auf dem Bürgersteig in die Menschenmenge und kehrte dann auf die Straße zurück. Er steuerte die Kreuzung und etwa 200 Meter östlich auf die Tauentzienstraße zu. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut vom Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und fand sich in einem Schaufenster wieder, wie ein Twitter-Bild zeigt. Die Verkäuferin der Parfümerie bestätigte, dass es im Laden keine Verletzten gegeben habe.
Der Fahrer des Renault Clio wurde festgenommen. Früher wollte er fliehen, wurde aber von Passanten erwischt und der Polizei übergeben. Laut Polizei handelt es sich um einen 29-jährigen Deutsch-Armenier aus Berlin. Die Hintergründe sind unklar.
„Ich weiß nicht, ob es Absicht oder ein Unfall war“
Polizeisprecher Tilo Kablitz sagte: „Im Moment wissen wir nicht, ob es sich um eine vorsätzliche Aktion oder einen Verkehrsunfall handelt.“ Der Fahrer selbst wird “offensichtlich beeindruckt von dem sein, was passiert”. Er werde befragt und geprüft, ob eine notärztliche Versorgung in Betracht komme, teilte die Polizei mit.
Ein britisch-amerikanischer Künstler war dabei und sagte in einem Video auf Twitter: „Das sind ziemlich böse Jungs. Hier ist viel Polizei und mitten auf der Straße liegt eine Leiche.”
Der Unfall ereignete sich auf dem Breitscheidplatz
Der Vorfall erinnert an den Anschlag auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Der Islamist Anis Amri (†24) raste in einem Sattelzug über den Weihnachtsmarkt. 13 Menschen starben. Mehr als hundert Besucher wurden zum Teil schwer verletzt.
Besonders verheerend ist, dass der Mörder den Behörden bekannt war. Der Tunesier Anis Amri gelangte 2015 mit einer Flüchtlingswelle über Italien und die Schweiz nach Deutschland. Er täuschte den Staat, meldete sich unter verschiedenen Identitäten und beantragte unter mehreren Namen Sozialleistungen. Die Sicherheitskräfte hielten ihn für eine Bedrohung, hielten es damals aber für unwahrscheinlich, dass er eine Waffe erhalten würde. Niemand dachte an einen entführten Lastwagen als Angriffswaffe. (männlich / SDA)
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