Germany

Wieder aufgenommene Hackerangriffe auf das Land Kärnten wurden abgewehrt

Am Dienstag kam es wiederholt zu Angriffen, um das nationale System zu überlasten. Eine neue Firewall sorgt diesmal dafür, dass DOS-Angriffe abgewehrt werden können.

Nachdem das Bundesland Kärnten vor zwei Wochen von Hackern angegriffen wurde, kam es am Dienstag erneut zu Überlastungsangriffen. Wie Gerd Kurat vom Landespressedienst am Mittwoch gegenüber Reportern sagte, könnten diese DOS-Angriffe auf staatliche Systeme mit einer neuen Firewall verhindert werden. Wie viele Menschen von den von den Hackern veröffentlichten Daten betroffen sind, ist noch unklar.

Der Angriff auf das IT-System des Landes wurde am 24. Mai bekannt. Das System wurde heruntergefahren, einige Bereiche von eingeschleuster Schadsoftware befreit und langsam neu gestartet. Davon betroffen war auch die Auszahlung der Grundversorgung für privat untergebrachte Flüchtlinge, die letzte Woche erfolgen sollte und, sobald das betreffende Instrument wieder funktioniert, nächste Woche nachgeholt werden soll. Auch die Schulverwaltung soll bis zum 20. Juni wieder einsatzbereit sein. Damit soll sichergestellt werden, dass Urkunden rechtzeitig gedruckt werden können.

Eine Hotline und eine Website wurden eingerichtet

Neben weiteren Angriffen auf das IT-System veröffentlichten die Hacker am vergangenen Freitag Daten, die das Land nun als Ergebnis des Hackerangriffs betrachtet. So seien beispielsweise Fotos von Pässen oder Visaanträgen geleakt. Wie viele Menschen betroffen seien, sei noch nicht klar, die Daten würden lediglich überprüft, sagte Kurat. Es ist jedoch geplant, die Betroffenen in naher Zukunft zu kontaktieren – persönlich oder über Online- und Offline-Veröffentlichungen. Für Fragen zum Hackerangriff wird am Donnerstagmorgen eine Hotline unter 050 536 53003 eingerichtet, am Freitag folgt eine Website, auf der unter anderem häufig gestellte Fragen beantwortet werden. Ob dies die noch nicht funktionierende staatliche Seite ktn.gv.at oder eine andere sein wird, steht noch nicht fest.

Nachdem Hacker fünf Millionen Euro in Bitcoins gefordert und Daten im Internet veröffentlicht hatten, drohte am Montag erneut die Veröffentlichung von Daten – dies sollte in der Nacht zum Montag geschehen. Über die Neuauflage sei seit Mittwoch jedoch nichts bekannt, sagte Kurat.

(APA)