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Gas-Schrecken in „Hart aber fair“: SPD-Chef Esken scheitert an der Schulfrage-Politik

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In der stickigen Luft droht Kühle: In der Hitze des Sommers schaudern viele Deutsche vor Heizkosten mit Frostfolgen.

Auch Frank Plassberg (65) macht sich bei „Hart aber fair“ Sorgen: „Wir frieren im Winter, wir machen uns Sorgen um Jobs: Was passiert, wenn uns der Sprit ausgeht?“

Die Gäste

▶︎ Saskia Esken (60, SPD). Der Parteivorsitzende verspricht: „Die Erleichterung wird kommen. Bei Gasknappheit müssen private Haushalte und angeschlossene Anlagen eindeutig Vorrang haben!’

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▶︎ Jens Spahn (42, CDU). Der Parteiabgeordnete argumentierte lauthals: „Bei Belastungen stimmt die Ampel schnell zu, aber bei Entlastungen streiten wir statt zu entscheiden!“

▶︎ Verena Bentele (40). Der Präsident des Sozialverbandes VdK warnt: „Wenn in privaten Haushalten gespart wird, stecken wir mitten in einer sozialen Krise!“

▶︎ Christian Kühlmann (53). Der Chemie-Chef (“Evonik”) befürchtet einen “Herzinfarkt der deutschen Wirtschaft”: “Industrie ist wichtiger als Vollversorgung der privaten Haushalte!”

▶︎ Klaus Müller (51, Grüne). Der Chef der Bundesnetzagentur hofft: „Wenn alle genug sparen, kommt Deutschland ohne große Schäden durch diesen Winter.“ Viel Glück!

Sprechen Sie mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das Zoff-o-Meter misst Realitätssinn und Aggression.

Der Kreis mit Moderator Frank Plassberg (rechts)

Foto: ARD

Das kühnste Versprechen

„Seit heute wissen wir, was zu den steigenden Benzinpreisen noch dazukommt, wie zum Beispiel ein Gaszuschlag“, verkündete der Talkshow-Moderator scherzhaft, „sozusagen als Sahnehäubchen!“

Die GSDP-Chefin wagte es, eine schwarz-weiße Giraffe zu tragen und eine Runde Süßigkeiten zu verteilen: „Die Regierung hat bereits im Februar/März eine Entlastung von 30 Milliarden Euro beschlossen“, lobte sie ihre Truppe, „und das hoffen wir wir können jeden unterstützen, der mit weiteren Erleichterungen nicht anders kann.”

Die legitimsten Anschuldigungen

Span gießt ungeduldig Wasser in den Sozialwein: „Ich finde es in der jetzigen Situation fast schon zynisch, dass der Staat auf eine Steuer, die er selbst erhebt, 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzufügt!“, klagt er.

Dann sticht er mit dem Finger in die Wunde: „Die Kanzlerin hält uns seit Wochen in Sachen Entlastung hin“, klagt Spahn. „Jeden Tag ein Vorschlag, aber nichts entschieden! Keine Führung! Der Wirtschaftsminister und der Finanzminister kämpfen jeden Tag!’

CDU-Vizeminister und ehemaliger Gesundheitsminister Jens Spahn (42)

Foto: ARD

Der süßeste Vergleich

Chemie-Kullmann tritt als Widerstand gegen den Sozialismus auf: „Wir können nicht nach dem Kinderlied handeln: Erst essen wir alle deins, dann isst jeder seins“, warnt der Manager. „Soziale Marktwirtschaft heißt: Wir alle sind aufgerufen, die Last zu tragen!“

„Der Chemieindustrie geht es gut, weil wir Gas haben“, ergänzt der Evonik-Chef. „Wenn uns das Benzin ausgeht, werden die Dinge schlecht laufen. Diese Abgabe erscheint uns wie eine Flasche Lebertran, die wir beim Ex trinken. Aber wir stehen hinter ihm!“

Chemiechef Christian Kuhlmann (53)

Foto: ARD

Der heißeste Kampf mit Applaus

„Die chemische Industrie und andere haben in den letzten Jahren wahnsinnige Gewinne ausgeschüttet“, schimpft der VdK-Präsident, „und jetzt muss ich meinen Mitgliedern sagen: Sie müssen leider die Gassteuer zahlen, damit die Industrie weiterhin Gewinne ausschütten kann! „Für diesen lauten Applaus.

„Was soll ich meinen Mitgliedern sagen?“, fragt sie den Geschäftsführer. “Können Sie mir einen Briefentwurf diktieren?”

VdK-Präsidentin Verena Bentele (40)

Foto: ARD

Kuhlmann kann: „Die Volkswirtschaft muss Geld verdienen“, erklärt er kurzerhand. „Arbeiter brauchen gute Jobs, damit sie Steuern zahlen und den Sozialstaat finanzieren können.“ Auch dafür gibt es großen Applaus. Das geht gut!

Die schmeichelhafteste Idee

Plassberg bezeichnet den Bundesnetz-Agenten humorvoll als „den wichtigsten Menschen überhaupt“, weil „er gerade so eine Art Mr. Gas ist“. abscheulich!

Müller nutzt seine neue Bedeutung, um sich am CDU-Abgeordneten zu rächen: „Gesetze, die schnell verabschiedet sind, haben manchmal Kinderkrankheiten“, schmunzelt er in Richtung des ehemaligen Gesundheitsministers. „Ich bin sicher, Herr Spahn hat da viel Ahnung, aus seiner Erfahrung…“ Hoho! Anerkennendes Gelächter im Saal.

Der frühere Grünen-Politiker Klaus Müller (51, Grüne) ist seit rund einem halben Jahr Chef der Bundesnetzagentur

Foto: ARD

Herzlichen Dank

Kuhlmann war früher Kommunikationschef seiner Gruppe, und man kann sagen: „Ich bin Herrn Müller und auch Minister Habeck sehr dankbar“, lächelt der Manager in schönstem diplomatischen Ton, „denn sie sagen: Weil wir es nicht sind Als sozialistischer Oktopus setzen wir uns mit der Industrie zusammen und überlegen, was möglich ist.“ Alter Schwede!

Und noch einmal: „Für diesen Austausch hinter verschlossenen Türen“, treibt der Manager die Charme-Offensive noch weiter, „wir sind eins für Herrn Habeck und Herrn Müller: Wir sind sehr dankbar!“ Müller nickt, das Publikum applaudiert, nur Spahn murmelt, aber das geht im Applaus unter.

Tiefste Blasphemie

Auch bei den Grünen will die VdK-Präsidentin punkten: „Herr Müller will hier keinen Machtanspruch“, konterte sie die Talkshow-Moderatorin. „Der arme Kerl hat neben mir geseufzt.“ Gelächter im Publikum! Zufrieden nahm der Agenturleiter einen gemütlichen Schluck aus dem Wasserglas.

Plassberg sucht die Haare in der Suppe: „Herr Habek hat mal gefragt, absoluter Vorrang der Privathaushalte vor der Industrie, ist das wirklich so?“ Er zitiert den Wirtschaftsminister und fügt etwas Häme hinzu: „Herr Habek denkt immer a viel …”

„Aber diese Priorität kann man auch mit der philosophischen Kompetenz von Herrn Habeck nicht so einfach über Bord werfen“, spottet der VdK-Präsident. Puh!

Wichtige Frage

Dem konfliktfreudigen Talrotenführer wird es zu gemütlich, und er rührt die Würze in die Soße: „Herr Kuhlmann will den Popularitätspreis des Abends nicht mitnehmen“, hofft er.

Plassbergs Auftrag an den Vorstandsvorsitzenden: „Wir haben Sie darauf aufmerksam gemacht, dass Sie den absoluten Vorrang der privaten Haushalte vor der Industrie in Frage stellen. Wagst du es zu rechtfertigen?“

Die sportlichste Erinnerung

Aber hallo! „Arbeit ist nicht nur zum Geldverdienen da“, doziert der Manager aus Lameng, „sondern Arbeit ist auch der soziale, soziologische Kitt der Gesellschaft!“

Kuhlmanns Credo: „Nur wenn wir Unternehmen haben, die wachsen, die gute Löhne zahlen, die investieren und durch Innovationen Zukunft gestalten, sind wir auch ein starker Staat und können diesen Sozialstaat erhalten.“

Eine höchst unangenehme Stille

Abschließend holt Plassberg den Vorsitzenden der GSDP wieder ins Gespräch: „Frau Esken, 19 Grad in öffentlichen Gebäuden, gilt das auch für Schulen?“, will er wissen.

Stille im Wald! Nach langen Sekunden platzt der Parteichef heraus: “Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.” Muller hilft ihr mit einem festen Nein aus der Patsche. Eskens erleichterter Kommentar: „Okay, Schule ist also auch eine soziale Einrichtung.“ Denken Sie nicht daran…

Zitat des Abends

Christian Kühlmann:

“Jetzt ist nicht die Zeit für Wasserballett, jetzt ist die Zeit für Brustschwimmen und du musst deinen Kopf über Wasser halten.”

Fazit

Harte Gäste mit scharfen Kommentaren, aber der Zoff-o-Meter hatte keine Chance, und wie in der Bundesliga wurden nach der langen Sommerpause auch harmlose Bälle beklatscht wie nie zuvor. Es war eine Talkshow in der Kategorie „9 Euro Talk“.