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Gemeinderat: Protokoll zur gefälschten Unterschrift

Politik

Im Zusammenhang mit der Niederlegung der SPÖ-Mandate im Gemeinderat in Obersibenbrunn (Bezirk Gänserndorf) wurde der Fälschungsverdacht laut. Es wird behauptet, dass die Ablehnungsunterschrift gefälscht und eine Beschwerde eingereicht wurde.

02.06.2022 15.13

Heute online, 15:13

Ein Abgeordneter der Sozialdemokraten habe ihm mitgeteilt, dass die Unterschrift unter seiner Ablehnung nicht von ihm stamme, sagte Bürgermeister Walter Seehofer (ÖVP) am Donnerstag vor Reportern in St. Pölten. Der Betroffene hat bei der Polizei Anzeige gegen einen Unbekannten erstattet. Es gibt keine Neuwahlen.

In einer Marktgemeinde mit mehr als 1.700 Einwohnern trat die SPÖ im Herbst 2021 von ihren sieben Amtszeiten zurück und veranlasste Neuwahlen. Bei den Kommunalwahlen am 30. Januar gewannen die Sozialdemokraten erneut sieben der 19 Sitze. Die anderen Fraktionen – die Volkspartei, die Obersibenbrunner Liste zusammen und die Obersibenbrunner Liste – hatten jeweils vier Vertreter und bildeten eine Koalition.

In der Vorwoche waren bisherige und stellvertretende Mitglieder der SPÖ zurückgetreten. Entsprechende Ablehnungen gingen von der Gemeinde ein, aber es wird behauptet, dass eine von der betroffenen Person nicht unterzeichnet wurde. Der Kandidat der SPÖ-Liste will den Angaben zufolge sein Mandat annehmen. Damit können noch zwei Drittel der 19 Mandate besetzt werden. Deshalb ist der Gemeinderat laut ÖVP noch auf Quoten.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner sprach von „den schlimmsten Methoden, die man anwenden kann“ und forderte die Verantwortlichen auf, „aufzustehen und die Dinge in Ordnung zu bringen“. Dies sei eine Situation, “in der wir die politische Bühne verlassen” und es “eine kriminelle Dimension gibt”. Auch zwei ÖVP-Ortsräte traten laut Seehofer am 24. Mai aus Zeitmangel zurück. Am Sonntag sollen die beiden Erben beim SPÖ-Vertreter vereidigt werden.