“verdächtig”
Kogler betonte, dass die Grünen auch in den Bundesländern engagierte, kompetente und „vielversprechende“ Spitzenfunktionäre hätten. Auch er ist zuversichtlich, dass die türkisblaue Regierung in Oberösterreich – Kogler spricht von einem „Relikt“ – bald Geschichte sein wird.
Im Kampf gegen den Klimawandel seien die Grünen die klaren Vorreiter in Österreich, sagte Kogler. „Alle, die das Tempo vorgeben, sind jetzt die Grünen. Die Bremsen sind woanders.“ Als 2014 die Krim annektiert wurde, gab es allen Grund, sich aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu befreien. “Alle anderen Regierungen haben dieses Auto in den Boden gefahren. Wer holt es raus? Das sind die Grünen, das ist Leonore Güsler.”
“Niemand ist übrig”
Es sei ein “unglaublich gutes Gefühl”, zum Abgeordneten gewählt worden zu sein, sagte Gevesler. Sie freut sich auf die nächsten drei Jahre in dieser Konstellation. Sie will und wird mit Mut und Demut Verantwortung übernehmen.
Gevesler sagte, die Grünen seien bereit, sich den Herausforderungen zu stellen, den Kraftakt zu meistern und eine Energiewende zu gestalten. Die Lehre aus dem Krieg lautet: „Wir müssen aus fossilen Brennstoffen und der Abhängigkeit von Putin herauskommen.“ Aber es werde Jahre dauern, bekräftigte Gevesler. Sie schloss nicht aus, dass Putin den Gashahn komplett zudrehe. „Wir müssen uns auf alle Szenarien vorbereiten, einschließlich eines vollständigen Stopps.“ Gevesler bestritt, dass Österreich im Gegensatz zu Deutschland gelassen auf die reduzierten Gaslieferungen reagieren werde. „Niemand in diesem Land ist ruhig. Wir sind uns des Ernstes der Lage bewusst und arbeiten daran, so gut es geht aus dieser Krise herauszukommen“, sagte der Minister. Gleichzeitig betonte sie, dass die Situation in Deutschland anders sei. Österreich hat andere Kriterien für das Auslösen der Alarmstufe, nämlich die Mengen für die Gaslieferung und -speicherung. Beide sind so, dass kein Alarm ausgelöst werden sollte. Doch die Lage werde “ständig überwacht und könne sich kurzfristig ändern”.
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