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“Hart aber fair”: ARD-Meteorologe will Privatpool-Politik einschränken

brennen! Der Wirtschaftsminister dreht am Rad, der Justizminister beleidigt den Gesundheitsminister und im Wald lodern echte Flammen.

Frank Plassberg schlägt Feueralarm: “Die Dürre des Jahrhunderts: Leben wir unsere Zukunft?”

Die Gäste

▶︎ Mona Neubauer (45, Grün). NRWs neuer Minister für Wirtschaft und Klima fordert: „Wir brauchen keinen Weckruf, wir handeln bereits.“

▶︎ Werner Marnet (76, CDU). Schleswig-Holsteins Ex-Wirtschaftsminister schimpft über die Energiewende: „In unserem Land wird der Stecker gezogen!“

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▶︎ Alexander Held (47). Der Forstwissenschaftler warnt: „Häuser bauen im grünen Wald ist wie Häuser bauen in der Aue eines großen Flusses.“

▶︎ Karla Reemtsma (24). Der Klimaaktivist (“Friday for the Future”, FFF) wetterte auf Twitter: “Tankrabatt und Spritzuschlag, Klimazerstörung großer Fossilbrennstoffkonzerne – die Verantwortungslosigkeit in der Krise ist unbeschreiblich!”

▶︎ Rolf Schmiel (49). Der Diplom-Psychologe lästert: “Ich habe mehr Verständnis für den Bürger als für die Politik, die nur auf Wiederwahl abzielt.”

▶︎ Sven Plöger (55). ARD-Prognostiker referiert über Dürren, Waldbrände und sintflutartige Regenfälle: „Das ist definitiv die neue Normalität. Es ist taktischer Klimawandel“ – was bedeutet: anfassbar.

Gibt es heute inbrünstige Appelle oder trockene Worte? Zoff-o-Meter hofft auf Profis der politisch-medialen Feuerwehr!

Auch in der Fraktion von Frank Plassberg (rechts) gab es Probleme mit der Atomkraft

Foto: WDR/Dirk Borm

Energiereichstes Sofortprogramm

Klimaaktivistin Reemtsma feuert eine volle Multifunktionsdüse in die Gruppe: „Wetterphänomene! Klimaextreme! Ein riesiger Monsun in Pakistan!“ das studentische Stakkato. “Wir leben nicht unsere Zukunft, wir leben unsere Gegenwart!” 10.000 Tote durch die Hitze! Politische Verantwortungslosigkeit!“

Grünenministerin Neubauer will den Wortstrom nutzen, um in der politischen Praxis zu surfen: „Klimaschutz als Aufgabe der Menschheit erst einmal verstehen“, sagt sie. „Genaue Erleichterung! Gaslieferung bereitstellen! Erneuerbare Energien mit hoher Geschwindigkeit ausbauen!“

NRW-Klimaministerin Mona Neubauer (Grüne)

Foto: WDR/Dirk Borm

Der brisanteste Vorwurf

Marnette war schon überall und kennt den Klimawandel „aus Chile, wie Afrika, aus Asien.“ Seine Erkenntnis: „Es ist ein globales Problem, das wir alleine nicht lösen können.“

Seine Kritik richtet sich vor allem gegen den Vizekanzler: „Herr Habek geht um die Welt und erklärt fröhlich: Wir kaufen das Gas zu Höchstpreisen!“ Er zitiert den grünen Minister und ringt die Hände: „Auf der ganzen Welt. Wir nehmen Gas aus anderen Ländern weg, die ebenfalls von der Klimakrise betroffen sind. Darin liegt keine Logik.”

Schleswig-Holsteins ehemaliger Wirtschaftsminister Werner Marnet (CDU)

Foto: WDR/Dirk Borm

Das luftigste Beispiel

„Ich bin Segelflieger“, sagt Wettermann Plöger, der einzige Mann ohne Taschentuch. „Wenn Sie einen Landeanflug machen und landen wollen, dann ist es sehr wichtig, was der Anflug trägt.“

Denn, so der Experte mit erhobenem Zeigefinger: „Wenn man den Landeanflug komplett vermasselt, dann muss man ganz am Ende eine Bruchlandung vermeiden. Und dann tut der Pilot alles, um nicht irgendwie auf den Boden zu schlagen. So sehe ich uns gerade politisch.“ Heidewitzka, Herr Flugkapitän.

Die ungewolltste Selbstkritik

„Wir reden schon seit vielen Jahren über Gas“, gab Plöger damals zu. „Wir haben mit Herrn Putin gesprochen. Für 15 Jahre.” Dafür gibt es ersten Applaus.

Marnet schließt sich der Selbstvorwürfe an: „Wir sollten alle zu Sack und Asche gehen!“ Als Chef einer extrem energieintensiven Aluminiumhütte habe er selbst „gerne Gas gegeben, weil wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollten. “

Pfui. Der FFF-Aktivist der Linken mischt sich sofort ein und zischt: “Sie haben uns direkt in diese Abhängigkeit von billigem russischem Gas gebracht.”

Klimaaktivistin Carla Reemtsma von Fridays for the Future

Foto: WDR/Dirk Borm

Die parteiischste Moderation

Marnet will sich damit verteidigen, dass die Aluminiumproduktion viel umweltschädlicher sei als Koks: „Ich möchte Ihnen noch einmal erklären, was damals gemacht wurde“, beginnt er hoffnungsvoll.

Nicht mit Plassberg! „Einer so informierten jungen Person wie Frau Reemtsma muss man nichts erklären“, bremst ihn der Talkshow-Moderator. „Sie hat es.“ Es ist eine seltene Sympathiebekundung.

Die niederschmetterndste Diagnose

Waldbrand-Experte Held ist sich sicher: „An diese Szenarien müssen wir uns genauso gewöhnen wie an Überschwemmungen, Stürme, Borkenkäfer und all diese Extreme“, erklärt er ohne Zögern. Das wird alles normal werden.

Seine alarmierende Erkenntnis: „Jetzt macht das Wetter das ganze Land brennbar. Ist es lange genug trocken, wird die gesamte Biomasse in Brennstoff umgewandelt.

Forstwissenschaftler Alexander Held

Foto: WDR/Dirk Borm

Ein höchst willkommener Spin

„Wie entstehen diese Brände eigentlich?“, will Plassberg wissen. Helds Antwort ist sommertrocken: “Die drei Hauptgründe sind Männer, Frauen und Kinder.”

Neubaur beschrieb verbrannte „Katastrophengebiete, die eher wie eine Mondkraterlandschaft aussehen“ und kündigte an, „Windkraftanlagen werden in NRW jahrzehntelang erlaubt sein, bis der Wald wieder nachwächst“. Propellerbiotope profitieren!

Der grünste Angriff

Die FFF-Reemstma trifft plötzlich auch die Öko-Partei: „Ich frage mich, was die Grünen in der Regierung besser machen?“ Sie schnaubt die NRW-Ministerin am Tresen an. „Wie sonst sind Sie dafür verantwortlich, in dieser Regierung zu sein?“ Großer Applaus aus den Reihen.

Neubaurs realpolitische Antwort: „Was die Grünen auch machen, ist, dass sie Anfang Juli einstimmig mit den Bundesländern das Maßnahmenpaket zum Wind-auf-Land-Gesetz, zum Erneuerbare-Energien-Gesetz auf den Weg gebracht haben.“ Man kann dem Wirtschaftsministerium keine Untätigkeit vorwerfen…” Von allem!

Der energischste Ordnungsruf

„Wir brauchen immer viel Notstrom oder Speicher!“, warnt Marnette. “Bevor wir die Erneuerbaren weiter ausbauen, müssen wir erst einmal zu einem Moratorium kommen…”

Plassberg kann den Braten riechen: „Sehe ich gerade das Wort ‚Atomkraft‘ durch den Raum schweben?“

„Die Kernenergie hat in Deutschland bis zu 160 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr vermieden“, rechnet der CDU-Mann schnell vor. „Wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir uns mit dieser Technologie auseinandersetzen – und zwar ohne Ideologie.“

Sofort geht das Zoff-o-Meter an die Decke

„Kernenergie ist eine Hochrisikotechnologie!“, brüllt Reemtsma. „Jetzt zu ihm zu wechseln, ist einfach absurd! Neun von zehn Bürgern wollen inzwischen einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren, keine Rückkehr zur Atomkraft.

Dass 61 Prozent einen längeren Betrieb von Atomreaktoren wollen, ignoriert der Aktivist elegant. Sie argumentiert lieber, dass Kernenergie fünfmal teurer ist als Wind und Sonne. Und wenn Sie denken, dass nichts anderes funktioniert, kommt hier eine Studie…

Die windigsten Informationen

Kernenergie ist für Grünen-Neubauer „eine Frage, die niemand stellt“, weshalb man „nicht darüber reden sollte“. Und sie setzen lieber Photovoltaik auf die Dächer.

„Strompreise explodieren“, kontert Marnet, doch Plassberg erstickt ihn, lässt lieber seinen ARD-Kollegen Plöger über Höhen und Tiefen reden.

„Es weht ein starker Ostwind“, berichtet der Wetterfrosch dankbar. „Unglaublich viele Radfahrer schreiben mir und sagen immer: Ja, wenn ich eine Radtour mache, weht plötzlich immer der Wind in meine Richtung.“ Heiliges Pedalus!

Der wertloseste Friedensvorschlag

Doch Marnet wagt einen neuen Versuch: “Wir sind in einer Erpressungssituation”, erinnert er die Frauen fast verzweifelt an den blutrünstigen Puppenspieler im Kreml. “Gott, das musst du auch verstehen.” Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Wir verlieren Millionen von Jobs!“

Dann reichte er der FFF-Aktivistin die Hand: „Ich lade Sie nach Hamburg ein und dann gehen wir die Zahlen durch. Machen wir das?”

Ich finde! Frau Reemtsma, die in Hamburg lebt, geht es lieber noch einmal zart an: „Kernenergie ist die teuerste Art der Energiegewinnung“, organisiert sie. Allerdings hat sich das noch nicht im Rest der Welt herumgesprochen …

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Die meisten philosophischen Aussagen

Plöger hebt wieder den Finger. „Ich möchte noch einen Gedanken anfügen“, verkündet er, fällt dann aber nur eine atemberaubende Plattitüde: „Wir werden nicht immer alles auf unsere Weise machen können.“ Halleluja.

Sein Motto: „Es passiert immer das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen.“

Theorie der meisten Aquarellfarbe

Vor einer Luftaufnahme privater Schwimmbäder in deutschen Gärten bietet der ARD-Meteorologe schließlich an: „Wir brauchen einen politischen Rahmen, der bestimmte Dinge regelt. Wir brauchen eine Ampel für die Schwimmbäder.

Und die beliebten Klima-Amphibien postulieren mit energischen Fingerknöcheln: „Die Ampel steht auf Rot, wenn es zu wenig Wasser gibt. Dann darfst du das nicht und dann soll es eine Menge Strafe kosten. Die Ampel schaltet auf Gelb, wenn man den Leuten sagen will: Gleich wird es gefährlich. Und wenn es grün ist, mein Gott, dann musst du da auch rein.“ Amen.

Zitat des Abends

Rolf Schmiel:

“Wenn die Politik falsch ist, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Leute dumm verhalten.”

Diplom-Psychologe Rolf Schmiel

Foto: WDR/Dirk Borm

Fazit

Eine giftige Mischung aus…