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Neues von Georg Breinschmidt: Doppel-CD und Wortspielbuch

30. August 2022

“Classical Brein”, die neue Doppel-CD von Georg Breinschmidt © APA/BreinMUSIC

Vier Sätze für Streichquartett, Impressionen für Klavierquintett, Konzertsymphonie für Solovioline, Solokontrabass und Streichorchester oder der erste Satz eines arrangierten Kontrabasskonzerts in h-Moll: Man könnte meinen, das ist das neue Doppelalbum „Classical Brein“. sehr ernsthaftes Futter für die Ohren von Klassik-Fans. Natürlich ist es das. Aber so viel mehr. Denn Bassist und Komponist Georg Breinschmidt hat nicht nur eine Leidenschaft für Musik, sondern auch eine Leidenschaft für Neues.

Der Corona-Lockdown habe ihm ermöglicht, sich voll und ganz auf seine Kompositionen zu konzentrieren und mehrere mittelgroße Auftragswerke fertigzustellen, sagt der 1973 geborene Mann, Festanstellungen bei den Wiener Philharmonikern und dem Wiener Staatsorchester zugunsten der freiberuflichen Tätigkeit mit sehr kleinen Besetzungen und einer Konstante man wechselt zwischen zeitgenössischer ernster Musik, Jazz und Wienerlied. So gibt es mittlerweile Auftragswerke des Landes Niederösterreich oder der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf CD – aber auch ganz anderes: einen Frühlingstanz für Violine, Klarinette, Violoncello und Akkordeon, ein Wiener Totenlied oder zwei überraschende Ansprachen. Musik Tricks.

2019 habe er an einem Festival in Appenzell eine Klanginstallation gemacht, für die er Passanten per Mikrofon einholte und dafür dann musikalisch improvisierte, sagte Breinschmidt der APA. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht.“ Für die neue CD bat er den deutschen Musikjournalisten Axel Brüggemann, einige Überlegungen zur Zukunft der Musik aufzunehmen und als Soundfile zu schicken. Das hat er dann als Material ins Studio genommen. Ob Breinschmidt dies in seinen musikalischen Zyklen verspottet oder das Ergebnis einfach komisch klingt, lässt sich mit bloßem Ohr nicht eindeutig feststellen. Den oft verfremdeten Satz „Liebling, wir müssen heute ins Konzert“ geht einem jedenfalls nicht mehr aus dem Kopf.

Auch Georg Breinschmidt muss immer wieder zu Konzerten – zum Beispiel wenn er selbst auftritt. Nicht so am 15. September, wenn seine Vier Sätze für Streichquartett beim abschließenden Mattseer Diabelli Sommerkonzert (dann mit Benjamin Schmidt, Evgeni Chepowiecki, Benedict Mitterbauer und Matthias Bartholomäus) aufgeführt werden, sondern am 18. September, wenn er es tun wird spielen mit Danny Grisset beim Tag der offenen Tür im Wiener Konzerthaus.

Zwei Tage später organisierte er „Bransch“ mit dem Trompeter Thomas Gansch im Theater am Spittelberg und präsentierte dort am 5. Oktober mit dem Kabarettisten und Künstler Gunkl ihr gemeinsames Wortbuch „Gute Omen – … und 333 noch bessere Wortspiele“. ” . „Leichte Kost für schwere Zeiten“, verspricht der Verlag. Das gelte auch für seine Musik, die nicht verkopft und eng, sondern luftig und leicht sei – und vielleicht deshalb beim Publikum so beliebt sei, sagt Breinschmidt.

„Ich kann mich nicht einordnen – aber ohne es mir zum Ziel zu machen oder als Marke zu pflegen. Ich gehöre keiner bestimmten Szene an. Ich muss es nur für mich erarbeiten. Und ich freue mich sehr, diesen Weg weiter zu gehen.“ . “Ich spiele Kompositionen, spiele Bass und habe auch eine kleine Bühnenrolle.”

Sehnt sich der Tausendsassa-Komponist nicht manchmal nach dem ganz großen Werk, etwa einer Oper? Fast fühlt er sich in dieser Frage gefangen. Ja, in seinem Kopf ging tatsächlich etwas vor. „Das wird auf absehbare Zeit definitiv ein Problem sein. Ich schnappe nur nach Luft für das, was kommen wird. Jetzt beginnt für mich ein neues Kapitel.“

(Interview geführt von Wolfgang Huber-Lang/APA)

“Classical Brein”, Brein Music, Vertrieb: Preiser Records, georgbreinschmid.com