Stand: 19.05.2022 11:02 Uhr
Nach Wochen mit wenig Regen naht vor allem im Norden eine Regenfront. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet heute und morgen stundenlange Regenfälle und starke Gewitter.
Vor allem in Mittel- und Westniedersachsen ist in der zweiten Tageshälfte mit Gewittern mit punktuellen Starkniederschlägen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter zu rechnen. Der DWD warnt vor Orkanböen mit bis zu 115 Stundenkilometern westlich der Linie Unterelbe-Soling. Schleswig-Holstein ist auch in Nordfriesland von Gewittern bedroht. Dort kann es in der zweiten Tageshälfte und am Abend regnen. Am Nachmittag und Abend kann es im Rest des Landes zu Gewittern mit Sturmböen und Starkniederschlägen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter kommen. Für Mecklenburg-Vorpommern werden am Abend und in der Nacht zum Freitag teils heftige Gewitter mit Starkregen von etwa 20 Litern pro Quadratmeter und Stunde, feinkörnigem Hagel und kräftigen Böen aus Westen erwartet. Die Temperaturen bleiben in ganz Norddeutschland sommerlich mit Höchstwerten von 23 bis 31 Grad.
Bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter
Starke Regenfälle und mehrstündige Gewitter mit „Unwetterpotenzial“ ziehen laut DWD am Freitagnachmittag von Südwesten her auf Niedersachsen zu. Südlich der nördlichen Linie Emsland-Bremen-Wendland werde mit Regen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter gerechnet, sagte ein Meteorologe des DWD in Hamburg am Mittwoch. Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern und grober Hagel können auftreten. Doch weiter nördlich sind bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. In Schleswig-Holstein und Hamburg kann es in der Nacht zum Freitag zu Gewittern mit gewitterartigen Niederschlagsmengen bis zu 50 Litern in 6 Stunden kommen. In der Nacht auf Samstag kann es in ganz Norddeutschland zu weiteren Starkregen und Gewittern kommen.
AUDIO: Dürre: Bewässerungsanwendungen im Emsland steigen (8 Minuten)
Die Dürre in Niedersachsen nimmt zu
Landwirte in Niedersachsen freuen sich auf sintflutartige Regenfälle. Der Klimawandel wirkt sich Experten zufolge zunehmend auf die Landwirtschaft im Bundesland aus – in den letzten zehn Jahren haben sich die Anträge zur Bewässerung auf den Feldern in den Landkreisen Emsland und Osnabrück verdreifacht. Stadt und Landkreis Osnabrück haben die Bevölkerung kürzlich zum Wassersparen aufgerufen. Auch die Harzwasserwerke registrierten im vierten Jahr in Folge zu wenig Wasser. Auch die Region um Lüneburg ist nach aktuellen Daten besonders von Wasserverlusten betroffen.
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Immer mehr landwirtschaftliche Flächen im Nordwesten Niedersachsens müssen wegen Trockenheit bewässert werden. Mehr ▼
Nach neuen Daten hat Deutschland einige der größten Wasserverluste der Welt. Die Region um Lüneburg ist stark betroffen. (15. März 2022) mehr
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen Radiofotos – der Tag 19.05.2022 | 4 Uhr nachmittags
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