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So ziemlich jeder Lebensbereich ist von der Inflation betroffen, so auch das Tierheim Wesendorf. Etwa 1.500 Tiere wurden versorgt. Der Preisanstieg macht sich deutlich in den Kosten für Futter, Stroh und vor allem Energie bemerkbar.
18.06.2022 09.05
Heute um 9.05 Uhr online
Die Stromkosten im Tierheim Wösendorf liegen bei rund 140.000 Euro im Jahr. Aktuell sind sie um 26 Prozent gewachsen. Der Leiter des Tierheims, Stefan Scheidl, sagte, das Haus sei riesig und nannte als weiteres Beispiel die Futterkosten. „90.000 Euro für Verpflegungskosten zusätzlich zu den Spenden, die wir erhalten. Das ist um etwa zehn bis zwölf Prozent gestiegen.“ Scheidel befürchtet Mehrkosten von bis zu 15.000 Euro im Jahr.
Steigende Preise: Auswirkungen auf das Tierheim
Auch Organisationen wie Tierheime sind von den enormen Preissteigerungen betroffen. Strom- und Futterkosten sind gestiegen und für immer mehr Tierhalter reicht das Geld nicht mehr aus.
Doch nicht nur die Kosten belasten die Tierheime. Während der Blockade hatten viele Menschen Haustiere, um das Wetter zu überstehen. Viele dieser Tiere werden nun an das Tierheim abgegeben, sagt Scheidel: „Und das führt dazu, dass diese Kombination aus Geld einerseits knapp wird, und andererseits haben wir viele Tiere, die deswegen zu uns gekommen sind der Krone. Das ist natürlich eine schwierige Kombination für uns.“
Die Kombination mehrerer Probleme verschlimmert die Situation
Dabei spielt nicht nur die aktuelle Linderung der Pandemie eine Rolle, sondern auch der Effekt der Inflation. Beispielsweise werden Spenden weniger oder kommen gar nicht an. Daher gibt es weniger Geld für die Tierpflege. Zudem tun sich viele Menschen aufgrund steigender Lebenshaltungskosten schwer oder können sich Tiere nicht mehr leisten.
Viele Menschen würden sich besorgt an das Tierheim wenden: „Wir haben jeden Tag Anfragen von Leuten, die sagen: ‚Ich weiß nicht, ob ich mir das leisten kann. Oder es ist in der Nähe. Wie wird das sein? Und wir können den Menschen versichern, dass wir, wenn es hart auf hart kommt, natürlich für die Tiere da sind“, sagte Sheidel.
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