Auch wenn die Beteiligung heimischer Investoren im ersten Halbjahr leicht gestiegen ist: Drei Viertel der Finanzierungssumme wurden von internationalen Investorengruppen eingeworben. Die meisten Venture-Capital-Fonds kommen aus den USA oder Großbritannien und waren zuletzt auf großer Einkaufstour in Europa. Sie dürften so schnell wieder fliehen, wie sie gekommen sind, weshalb jetzt mehr heimische Gelder mobilisiert werden müssen.
Das nötige Kapital ist reichlich vorhanden, wird aber derzeit vor institutionellen Investoren wie Banken, Versicherungen, Stiftungen und Pensionskassen versteckt oder in defensive Anlageklassen wie Immobilien investiert, sagt Nina Vöss, Geschäftsführerin der Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation ( AVCO): „Um die führenden Unternehmen von morgen aufzubauen, muss Österreich endlich selbst ein nachhaltiges Finanzierungssystem schaffen“, fordert sie. Andernfalls besteht die Gefahr, dass mit ausländischen Investoren Wissen aus Österreich abwandert.
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