Mit der nächsten Corona-Welle wollte Scholz keine Kindergärten und Schulen schließen
2. Juni 2022, 22:16 Uhr
Noch sind die Kroneninfektionen rückläufig, doch im Herbst könnte bereits eine neue Welle drohen. Bundeskanzler Scholz will Schließungen von Kitas und Schulen vermeiden. Eine neue Impfkampagne soll vorbereitet werden.
Steigen die Corona-Fallzahlen bis Ende des Jahres wieder an, wollen Bund und Länder eine erneute Schließung von Kindertagesstätten und Schulen vermeiden. Auch wenn die aktuelle Situation mit der Krone positiv sei, „ist allen klar, dass wir im Winter/Herbst möglicherweise andere Bedingungen vorfinden werden“, sagte Scholz am Abend nach Rücksprache mit Landesvertretern in Berlin. Allerdings soll es keine “erneute Schließung von Schulen und Kindergärten im ganzen Land” geben. Vor der Entscheidung über mögliche zusätzliche Schutzauflagen, wie beispielsweise eine Maskenpflicht, seien aber noch keine ausstehenden Gutachten bekannt gegeben worden.
“Wir haben jetzt Sommerreifen”, sagte die Kanzlerin. Jetzt geht es darum, die „richtigen Winterreifen“ vorzubereiten, wenn es darauf ankommt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wust sagte, Bund und Länder hätten sich auf einen Zeitplan zur Vorbereitung einer Impfkampagne für Herbst und Winter geeinigt. Gleichzeitig ist es der Bundesregierung wichtig, die Pandemie-Rahmenbedingungen rechtzeitig zum Herbst anzupassen.
Bund und Länder hätten in einem gemeinsamen Beschluss die rückläufigen Infektionszahlen als Verbesserung vermerkt, sagte Scholz. Mit Blick auf den Herbst und Winter müssen nun aber Vorbereitungen getroffen werden, falls die Infektionszahlen wieder steigen. “Und so ist die klare Vereinbarung, dass wir uns genau auf diesen Moment vorbereiten.”
Ziel müsse es sein, „im Herbst alle Optionen zur Verfügung zu haben, die wir brauchen“, sagte Scholz. Wust kündigte an, dass die Länder Strategien entwickeln und die Konzepte frühzeitig überarbeiten werden, um die Schließung von Schulen und Kindergärten zu verhindern.
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