2. Juni 2022 um 13:22 Uhr
Totes Baby in Mönchengladbach: 24-jährige Mutter im Fall Rabea festgenommen
23 Bilder So funktioniert die Zeugensuche im Fall „Baby Rabea“.
Foto: Carsten Pfar
Mönchengladbach Der Verdächtige hat die Tat in der Vernehmung gestanden und muss sich heute dem Haftrichter stellen. Wie die Ermittler in ihre Fußstapfen traten.
Am Mittwoch, 1. Juni 2022, gegen 6 Uhr, hat ein Mordkommando der Polizei Mönchengladbach eine 24-jährige Frau aus dem Mönchengladbacher Stadtteil Harterbroich-Pesch wegen des Verdachts der gewaltsamen Tötung ihrer Tochter nach der Geburt festgenommen. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Am 28. März 2022 löste der Fund eines toten Babys in einer öffentlichen Mülltonne in der Ackerstraße / Carl-Diem-Straße eine Untersuchung aus. Das ermordete Baby wurde von Mordermittlern Rabea genannt.
Seit dem Fund der Leiche ermittelt die Mordkommission sehr intensiv und hartnäckig. MK-Chef Norbert Schmitz sagt: „Wir haben als Mordkommission vielfältige Unterstützung von verschiedenen Polizei- und Spurensicherungsspezialisten im Nordseeraum erhalten. Hunderte Einsatzkräfte, Techniker, Diensthundeführer und die Einsatzgruppe Einsatzfallanalyse (OFA) des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen haben uns tatkräftig unterstützt und die Ermittlungen begleitet. Dieser tragische Fall hat uns zutiefst bewegt und wir sind erleichtert, dass wir das Schicksal von Rabea aufklären konnten.“
Auch eine Untersuchung einer DNA-Serie in der Nähe des Fundortes war Teil der Ermittlungen. Die Frauen, die generell als Zielgruppe befragt wurden, wurden aufgenommen und gebeten, eine DNA-Speichelprobe einzureichen. Der 24-Jährige war einer von ihnen. Bei einem Hausbesuch habe sie freiwillig eine Speichelprobe abgegeben, teilte die Polizei mit.
Die Landeskriminalpolizei teilte der Mordkommission im Mai mit, dass die DNA der 24-Jährigen mit der DNA des gefundenen toten Mädchens übereinstimmt.
Nach weiteren Ermittlungen hat die Mordkommission am Mittwoch, 1.
Sie richten sich gegen die Tatverdächtigen sowie Mutter (44) und Bruder (22), die mit ihr im gemeinsamen Haushalt leben. Zudem wurde ein Durchsuchungsbefehl gegen Methmans Lebenspartner (40) erlassen. Die Maßnahmen dienten der Lokalisierung des möglichen Tatorts sowie der Spuren- und Beweissicherung.
Mutter, Bruder und Lebenspartner können Zeugnis ablegen. Es gibt keinen Verdacht gegen sie. Sie wurden am Tag der Operation als Zeugen befragt.
Ein sofortiger DNA-Abgleich ergab, dass der 40-jährige Partner Rabeas Vater war.
Nach eigenen Angaben wussten weder die Mutter, noch der Bruder, noch der Partner von der Schwangerschaft der 24-Jährigen, noch von der Geburt und Ermordung des Babys.
Bei der Vernehmung gestand der Angeklagte die Tat.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wird der Beschuldigte heute dem Haftrichter des Amtsgerichts Mönchengladbach gegenüberstehen.
Hier ist die Fotogalerie: Wie läuft die Suche nach Zeugen im Fall „Baby Rabea“ ab?
(Abgrund)
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