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RMA Wien in der Saison 2022/23

28. April 2022 um 10:22 Uhr

Im Großen Saal des Wiener Funkhauses laufen derzeit die Proben: Bella Bartoks Oper Das Schloss des Blaubarts in halber Länge und James Macmillans Confession of Isobel Gaudi, ein Requiem für ein Opfer der Hexenjagd aus der Reformationszeit, stehen am Freitag (4 29). ) im Wiener Konzerthaus unter dem Programm. Zwei Werke für zwei missbrauchte Frauen, sagt RSO-Chefdirigent Marin Alsop. „Deshalb werden wir zur Eröffnung ein neues Werk einer Komponistin spielen“, fügte sie hinzu.

Marin Alsop

ADRIAN WEISS

Die Uraufführung wird im Stück „Roundabout Movement“ der berühmten ungarischen Komponistin Judith Varga präsentiert. Von Frauen komponierte zeitgenössische Musik wird in der nächsten Saison ebenfalls stark vertreten sein, da das RSO alle vier Kompositionsaufträge an Frauen vergeben hat. „Ist es nicht spannend? Ich finde es wunderbar. Vor allem in einer Stadt wie Wien, wo Gleichberechtigung schon lange nicht mehr groß geschrieben wird“, sagt Alsop, die in ihre vierte Saison an der Spitze des RSO geht.

Moderne Klassiker und große Solisten

Und es beginnt fulminant: Im August reist Olsop mit dem Orchester zu den legendären BBC Proms nach London. Wieder wird Bartok gespielt und diesmal ein Werk der jungen Komponistin Hannah Eisendl – die amerikanische Dirigentin hat die Möglichkeit, dem Weltpublikum der Klassik zeitgenössische österreichische Musik vorzustellen. „Es ist enorm wichtig, dass viele Menschen die Qualität wahrnehmen, die in diesem kleinen Land produziert wird.“

Kurz zuvor ehrt das RSO den Klassiker der Moderne, György Ligeti, bei den Salzburger Festspielen zu seinem 100. Geburtstag. Das Bruckner International Festival in Linz, das ORF musikprotokoll im sterischen herbst und die Hollywood Concert Gala in Vienna und Christmas in Vienna sind ebenso Fixpunkte im Kalender wie Konzerte mit Solisten wie Gidon Kremer, Igor Levitt und Gabriela Montero.

Opernorchester ebenfalls unter Herheim

Mit Marcus Poschner wird weiter an einer Gesamteinspielung der Sinfonien Bruckners gearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Schostakowitschs Weggefährten Mieczyslaw Weinberg. Seine Oper „Der Idiot“ steht nächstes Jahr im Theater an der Wien im Museumsquartier auf dem Programm.

Mit insgesamt vier Produktionen bleibt das RSO auch unter dem neuen Intendanten Stefan Herheim der Oper verbunden.

Auch RSO-Chef Marin Alsop wird in der kommenden Spielzeit nicht als Operndirigent auftreten, verrät aber, dass es 2023/24 sein wird. „Mit einem Werk, das Sie vielleicht kennen“, sagt sie mit einem Augenzwinkern, ohne ins Detail zu gehen. Eine Möglichkeit könnte sich in den kommenden Spielzeiten ergeben: Der Vertrag von Alsop als Chefdirigent des RSO wurde kürzlich bis 2025 verlängert.

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