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Salzgitter: 15-Jähriger getötet – 13-Jährige psychiatrisch untersucht

Kriminalität Salzgitter

Getöteter 15-Jähriger – 13-Jähriger wurde psychiatrisch untersucht

Bis: 18:13 Lesezeit: 3 Minuten

„Wir wissen, dass sich Täter und Opfer kannten“

Der Tod eines 15-Jährigen in Salzgitter wirft viele Fragen auf. „Fest steht, dass das Mädchen an Sauerstoffmangel gestorben ist“, sagte Hans Christian Walters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Im Interview mit WELT äußerte er sich zu den beiden 13- und 14-jährigen Tatverdächtigen.

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In einem Park in Salzgitter ist ein 15-jähriges Mädchen tot aufgefunden worden. Zielscheibe sind zwei mutmaßliche Täter – sie sind noch jünger als die tote Frau. Der 14-Jährige sitzt derzeit wegen Mordes in Untersuchungshaft, der 13-Jährige wird von einem Psychiater untersucht.

Blumen und Kerzen am Tatort drücken in Salzgitter Trauer und Entsetzen aus: Zwei junge Männer sollen in einer niedersächsischen Stadt für den Tod eines 15-jährigen Mädchens verantwortlich sein. Die Verdächtigen seien 13 und 14 Jahre alt, sagte die Staatsanwaltschaft.

Der jüngere der beiden Verdächtigen wurde von einem Psychiater untersucht. Das teilte der Leiter des Jugendamtes der Stadt Niedersachsen Dirk Herdrich am Donnerstag mit. Das Jugendhilfewerk hat nach Verwaltungsangaben am Mittwoch beim Familiengericht Salzgitter einen Eilantrag auf Unterbringung des 13-jährigen Kindes in einer psychiatrischen Einrichtung für Kinder und Jugendliche gestellt. Eine schnelle Lösung werde erwartet, heißt es.

Der 14-jährige Tatverdächtige sitze wegen Mordes in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft Hans Christian Walters. „Wir vermuten derzeit Mord aus niedrigen Motiven“, sagte Walters. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gab es zunächst nicht. Das Motiv ist noch nicht abschließend geklärt, liegt aber nach ersten Erkenntnissen „im persönlichen Bereich“.

Die jungen Verdächtigen schweigen. „Die beiden mutmaßlichen Täter haben keine Angaben gemacht“, sagte Walters.

Die beiden jungen Männer sind zwei Deutsche aus Salzgitter. Nach bisherigen Angaben kannten die beiden das Opfer. Täter und Opfer stammten aus der gleichen Nachbarschaft und hätten Kontakt zueinander gehabt, sagte Walters. Nähere Einzelheiten zum Verhältnis zwischen den Opfern und den mutmaßlichen Tätern müssen noch geklärt werden.

Alle drei sollen dieselbe Schule in Salzgitter-Fredenberg besucht haben. Das Mädchen sei erdrosselt worden, sagte Walters: „Die Ermittlungen müssen noch genau herausfinden, wie es zu der Strangulation kam.“ Als Todesursache gab er Sauerstoffmangel an.

Laut Bild waren die beiden mutmaßlichen Täter mit der Tat nicht allein. An der Festnahme der beiden Jungen soll die Polizei einen dritten Teenager festgenommen haben, der jedoch später freigelassen wurde, weil er nicht als Täter angeklagt wurde. Das Duo zwang den älteren Jungen angeblich, sich das Verbrechen anzusehen und Zeuge zu sein.

Den genauen Hergang der Ereignisse in der Gegend hielten die Ermittler geheim. Auch die Staatsanwaltschaft wollte sich zunächst nicht dazu äußern, wie die beiden Verdächtigen so schnell in den Fokus gerieten.

Bei einer intensiven Suche nach mehr als 50 Polizisten und Wachhunden wurde am Dienstag die Leiche des 15-jährigen Jungen in einem Park gefunden. Angehörige meldeten das Verschwinden des Mädchens am Sonntagabend der Polizei. Eine private Einladung für Zeugen mit einem Foto der vermissten Person verbreitete sich schnell im Internet.

“Ich verurteile dieses grausame und kaltblütige Verbrechen auf das Schärfste”

Alle seien schockiert und entsetzt über den Tod des Studenten, sagte Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingbiel. „Ich verurteile dieses grausame und kaltblütige Verbrechen auf das Schärfste“, sagte er und drückte der Familie und den Freunden des Opfers sein Beileid aus.

Für die Staatsanwaltschaft gibt es viele Hinweise darauf, dass die Tat am Sonntag begangen wurde. Die Verdächtigen äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. „Das Motiv für die Tat ist noch nicht abschließend geklärt, aber nach derzeitiger Datenlage personengebunden“, sagte die Staatsanwaltschaft.

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Weitere Informationen zu den genauen Todesumständen erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion, deren Ergebnisse am Donnerstag erwartet wurden. Der Standort in Fredenberg war am Mittwoch noch abgesperrt, die Ermittler suchten weiter nach Hinweisen. Es gehe um eine schnelle und möglichst genaue Wiederherstellung des Tathergangs, sagte ein Polizeisprecher aus Salzgitter. Ihm zufolge wurden die Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

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