Stand: 27.06.2022 14:16 Uhr
Nach dem Gold mit der Staffel schwamm Florian Welbrock auch bei den Schwimmweltmeisterschaften über fünf Kilometer Freiwasser zur Weltmeisterschaft.
Florian Welbrock gewann sein zweites Gold bei der Weltmeisterschaft in Budapest. Der Olympiasieger sicherte sich am Montag (27.06.2022) im Open Water Race über 5 km nach 52:48,8 Minuten den Titel und gewann damit seine vierte Medaille bei der Schwimm-WM in Budapest. Gleichzeitig trat Welbrock in die Fußstapfen von Thomas Lurz. Der Rekordweltmeister triumphierte 2011 als letzter deutscher Freiluftschwimmer auf dieser Weltcupstrecke.
Welbrock gewann zuvor Silber über 800 m Freistil und Bronze über 1500 m in der Duna-Arena-Becken nach der Staffel-WM-Gold. Am Mittwoch kann Welbrock sein fünftes Edelmetall bei der WM holen, danach beginnt das Rennen über die olympischen 10 km.
Welbrock: Ein wunderbarer Tag
“Ich hatte heute einen tollen Tag, wieder tolles Wetter, genau die Bedingungen, die ich mir für das offene Wasser wünsche”, sagte Welbrock, “es war ein wirklich tolles Rennen.”
Am Lupasee setzte sich der Magdeburger mit 3,9 Sekunden vom italienischen Weltmeister über 1500 m Gregorio Paltrinieri ab, Bronze ging an seinen ukrainischen Trainingskollegen Mihailo Romanchuk.
Nach dem Triumph kündigte Welbrock seine Titelambitionen für das abschließende 10-km-Rennen an: „Ich habe schon mehrfach bewiesen, dass ich in sehr guter Form bin“, sagte Welbrock. “Die anderen Jungs werden auch ein bisschen müde sein. Dann gebe ich alles zurück.”
Bronze für den Trainingspartner von Wellbrock Romantschuk
Welbrock genoss nicht nur seinen Sieg, sondern auch den Erfolg der anderen Medaillengewinner. Für einen besonderen emotionalen Moment sorgte Mischa Romantschuks Bronze. Der Ukrainer, der über den Krieg in seiner Heimat bei Welbrok in Magdeburg trainiert, wurde von seiner Mutter, seiner Schwester und anderen Familienmitgliedern aus der Ukraine begeistert gefeiert. „Ganz ehrlich, da waren mit mir genau die Leute auf dem Podium, die ich mir dort gewünscht hätte“, sagte Welbrock, der seine Frau Sarah nur am See vermisste. „Sie muss sich um unseren Hund kümmern“, sagte er lachend.
Beck schwimmt über 5 Kilometer auf Platz vier
Leoni Beck würde gerne noch eine Medaille gewinnen. Für Beck, der am Sonntag Teil der 4×1,5km-Lagenstaffel war, reichte es über die 5-Kilometer-Distanz nur zu Platz vier. „Ich habe mit dem Endspurt etwas zu lange gewartet. Die zehn Kilometer sind in zwei Tagen noch wichtig“, sagte Beck, der 2019 auf der Strecke Dritter wurde.
Auf der kürzeren Distanz, die Olympiasiegerin Ana Marcella Cunha aus Brasilien vor Aureli Müller aus Frankreich und der Italienerin Julia Gabrieleschi gewann, schwammen Beck und Janet Spivox als Neunte lange am Ende der Spitzengruppe. Am Ende war es zu weit, um nach vorne zu kommen.
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