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Spondylitis ankylosans: Ursachen, Symptome, Behandlung

Von Lily Cosey Bacon | 3. Juli 2022 um 8:09 Uhr

Schätzungsweise 350.000 Deutsche leiden an Morbus Bechterew. Ein Zustand, bei dem sich die Wirbelsäule entzündet. Diese spezielle Form des entzündlichen Rheumas betrifft vor allem junge Menschen.

Betroffene von Morbus Bechterew haben nicht nur mit Schmerzen in der Wirbelsäule zu kämpfen, auch andere Gelenke können sich entzünden. Auch Wirbelsäulensteifheit gehört zum Krankheitsbild. Beschwerden können die Lebensqualität des Patienten stark einschränken. FITBOOK gibt einen Überblick über Symptome, Ursachen und Behandlung der Krankheit, die auch als Morbus Bechterew bekannt ist.

Was sind die Symptome einer ankylosierenden Spondylitis?

Die Symptome des Morbus Bechterew sind vor allem zu Beginn der Erkrankung schwer einzuordnen. Da die Erkrankung meist bei jungen Menschen vor dem 45. Lebensjahr auftritt, sind die Schmerzen oft auf übermäßige Belastung zurückzuführen.

Hier eine Übersicht der typischen Symptome:

  • Rückenschmerzen
  • morgendliche Gelenksteifheit, die länger als 30 Minuten anhält
  • Entzündung der Gelenke
  • Schlafstörungen aufgrund von Schmerzen
  • Schmerzlinderung durch Bewegung
  • Schwellung der Gelenke

In den meisten Fällen beginnen die Schmerzen in der unteren Wirbelsäule und breiten sich mit fortschreitender Krankheit auf andere Körperteile aus. Die Symptome unterscheiden sich leicht, wenn Frauen betroffen sind. Schmerzen beginnen zum Beispiel oft in der Halswirbelsäule.

Die Krankheit betrifft nicht nur die Wirbelsäule und Gelenke. Auch verschiedene Begleiterscheinungen können auftreten. Dazu gehören unter anderem:

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Wie verläuft die Bechterew-Krankheit?

Bei den meisten Patienten beginnt die Erkrankung im Alter zwischen 16 und 45 Jahren. Die Krankheit ist heimtückisch, wobei sich die Symptome über Monate oder Jahre entwickeln. Spondylitis ankylosans tritt normalerweise in Episoden auf, und die Symptome können sich von Episode zu Episode verschlimmern. Manche Patienten können inzwischen nahezu schmerzfrei leben.

Zu Beginn der Erkrankung klagen die meisten Betroffenen über Schmerzen im unteren Rücken und Gesäß, die vor allem in der zweiten Nachthälfte, morgens oder nach längerem Liegen auftreten. Darüber hinaus berichten Patienten von Druckempfindlichkeit in bestimmten Körperteilen wie Rippen und Wirbeln. Bleibt die Krankheit unentdeckt und ohne angemessene Behandlung, wird die Wirbelsäule zunehmend deformiert und steif. Auch Bewegung wird für viele Menschen immer schmerzhafter.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung wird die Wirbelsäule stark deformiert und verknöchert. Wenn die Morbus Bechterew ein spätes Stadium erreicht hat, stoppt dieser Prozess. In einigen Extremfällen entwickeln Patienten die sogenannte „Bambuswirbelsäule“, was eine vollständige Versteifung der Wirbelsäule bedeutet. Dagegen ist die Bildung eines Buckels oder eine Haltungsänderung keine Seltenheit. Die Halswirbelsäule kippt nach vorne, was ebenfalls zu Atembeschwerden führen kann.

Theoretisch kann die ankylosierende Spondylitis in jedem Stadium aufhören. Dennoch begleitet die Krankheit die meisten Patienten ein Leben lang. Das Ausmaß, in dem die Betroffenen durch die Krankheit eingeschränkt sind, ist jedoch unterschiedlich.

Was sind die Ursachen der ankylosierenden Spondylitis?

Die Grundlage der Krankheit ist nicht vollständig geklärt. Morbus Bechterew wird als Autoimmunerkrankung eingestuft, bei der das körpereigene Abwehrsystem gestört ist.

Das HLA-B27-Gen ist ein wichtiger Indikator für einen möglichen Morbus Bechterew. Obwohl das Gen nicht automatisch zur Diagnose entzündlichen Rheumas führt, sind 95 Prozent der Patienten HLA-B27-Träger. Im Durchschnitt ist das Gen bei acht von 100 Menschen nachweisbar. Sie haben ein erhöhtes Risiko, aber die meisten werden im Laufe ihres Lebens nicht an der Bechterew-Krankheit erkranken.

Morbus Bechterew und das HLA-B27-Gen sind erblich. Wenn Sie selbst an der Krankheit leiden und das Gen tragen, haben Sie eine 50-prozentige Chance, es weiterzugeben. Tatsächlich entwickeln fünf bis 20 Prozent der Kinder im Laufe ihres Lebens auch die Bechterew-Krankheit.

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Wie wird Morbus Bechterew behandelt?

Derzeit gibt es keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Symptome zu lindern oder das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Eine frühzeitige Diagnose ist für eine gute Prognose wichtig, da bereits eingetretene Schäden nicht rückgängig gemacht werden können. Der Weg zur Diagnose kann jedoch Jahre dauern. Frauen müssen bis zu acht Jahre warten, um die Ursache ihrer Symptome zu entdecken. Spondylitis ankylosans galt lange Zeit als Männerkrankheit, weshalb die Erkrankung bei Männern heute noch schneller diagnostiziert wird.

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Eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Morbus Bechterew ist Sport. Auch wenn Bewegung mit Schmerzen verbunden sein kann, werden die Patienten ermutigt, sich so viel wie möglich zu bewegen. Dies ist der beste Weg, um Schmerzen und Steifheit langfristig zu reduzieren. Ergänzend sollte Physiotherapie eingesetzt werden. Gezielte Übungen und Massagen dienen dazu, die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu trainieren.

Auch der Einsatz von Medikamenten gehört zur Therapie des Morbus Bechterew. Sie können Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren. Sind die Gelenke stark geschädigt oder müssen extreme Verkrümmungen der Wirbelsäule korrigiert werden, sind Operationen selten notwendig.

Generell sollten sich Betroffene ausgewogen ernähren, denn Übergewicht bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Der Konsum von Tabak und Alkohol sollte vermieden werden.

Quellen