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Spurfehler! Der Experte beschreibt die wahrscheinlichste Ursache

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Erstellt: 09.06.2022 04:51

Aus: Dirk Walter, Francisca Conrad, Lucas Schierlinger, Felix Hertz

Trennung

Bei einem Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an – und zwar gegen Bahnmitarbeiter wegen Totschlags.

  • In Garmisch-Partenkirchen ist es am Freitag (3. Juni) zu einem schweren Zugunglück gekommen. Ein Regionalzug entgleiste, tötete fünf und verletzte Dutzende.
  • Die Ermittlungen zu den Ursachen des Zugunglücks dauern an. Am Dienstag, 7. Juni, wurde bekannt, dass gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt wird.
  • Nach einem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen befürchtet ein Bahnexperte weitere Entgleisungen.

Update vom 8. Juni, 17.58 Uhr: Nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen ermitteln Ermittler der Soko Zug noch am Tatort. Die Suche nach den Ursachen steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Mitarbeitern und Experten. Hinweise auf einen technischen Defekt häuften sich, sagten Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und Innenminister Joachim Hermann in den vergangenen Tagen. Insbesondere Schienen und Fahrwerke scheinen in den Fokus der Untersuchungen zu rücken. Das vom Unfallort transportierte Fahrgestell wird gesichert.

Zugunglück bei Garmisch – der Experte vermutet defekte Schienen als Ursache

Marcus Hecht, Professor für Schienenfahrzeuge an der TU Berlin, sagte der Wirtschaftswoche, dass defekte Schienen die wahrscheinlichste Ursache seien. „Eigentlich ist der einzig mögliche Grund Gleisverzug.“ Die Schienen verformten sich wie S. Dann schüttelte ein darüber fahrender Zug nach links und rechts. „Je nach Geschwindigkeit, Abstand zwischen den Drehgestellen und Höhe des Zuges wirken dann enorme Kräfte auf die Fahrzeuge“, sagte Hecht der Zeitung. „Räder werden oft erst verformt, wenn ein Zug durch die Schienen fährt. Deshalb bleibt das führende Fahrzeug auf der Strecke.“ Der Grund kann ein Fehler in der Wartung der Strecke sein.

Bei Doppelstockwagen wie in Garmisch-Partenkirchen sind sie bedingt anfälliger für solche Spurverzerrungen. Einer der Gründe seien die größeren Abstände zwischen der zweiten und dritten Achse als bei anderen Fahrzeugen, erklärte Hecht auf Nachfrage.

Gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn ermittelt die Staatsanwaltschaft München II derzeit wegen des Anfangsverdachts des Totschlags. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft betonte, bis zum Abschluss der Ermittlungen bleibe klar, ob die Bahnangestellten tatsächlich eine Mitschuld tragen. „Wie immer in solchen Fällen gilt auch hier bis zum endgültigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.“

Zugunglück bei Garmisch: Beim Start der Bahnstrecke ist sie wieder offen

Die B2-Blockade wurde bereits aufgehoben. Wann die Bahn wieder öffnet, ist unklar. Berichten zufolge könnte es wohl erst nach dem G7-Gipfel Ende Juni wieder befahrbar sein. Allein das Entfernen der Lokomotive wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Unfallstelle sei noch nicht vollständig geräumt, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch. „Nach der Freigabe müssen die aus dem Norden kommenden Lokomotiven und Waggons auf der Schiene wiederhergestellt werden. Allerdings muss dazu zunächst das Gleis repariert werden, damit unser Kran die Unfallstelle erreichen kann.“ In den nächsten Tagen soll mit der Reparatur begonnen werden.

Zugunglück bei Garmisch: B2 wieder befahrbar

Update vom 8. Juni, 12.53 Uhr: Die Sperrung der Bundesstraße 2 – auf Höhe des Tatorts – wird in diesen Minuten aufgehoben. Das teilte die Polizei Süd in einer Pressemitteilung mit. „Die B2 und der Tunnel Farhant sind jetzt nach Süden (Garmisch-Partenkirchen) wieder freigegeben“, heißt es in dem Schreiben weiter. In Richtung Norden (München) soll die Blockade “innerhalb der nächsten Stunde” aufgehoben werden.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Verkehrssperren aufgehoben

Update 8. Juni, 11.15 Uhr: Fünf Tage sind seit dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen vergangen. Ermittler der Soko Zug sind weiterhin mit der Ortsbesichtigung beschäftigt. Lok und Waggon seien am Mittwochmorgen noch auf Gleisen gewesen, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen bleiben diese Teile des Zuges bis zu einer erneuten Anordnung bestehen, erklärte ein Bahnsprecher am Vortag. Wann werden sie abgeholt? Damals war es noch geöffnet. Die Fahrgestelle der geretteten Autos sind bereits gesichert.

Nachdem der Zug bei Garmisch-Partenkirchen entgleist ist, dauern die Ermittlungen zur Unfallursache an. © Dominik Bartle

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Die Ermittler ermitteln weiter am Tatort

Die Bundesstraße 2 mit dem Farchanttunnel ist seit Freitag gesperrt. Diese kann unter Umständen am Mittwoch wieder freigegeben werden. Zuvor müssen die Höhensicherung und die zur Rettung entfernten Prallschutzwände repariert werden. Die Bahnstrecke selbst bleibt noch lange gesperrt. Es wird möglicherweise erst nach dem G7-Gipfel Ende Juni neu gestartet. Die Reparatur soll mehrere Wochen dauern. Es werden Ersatzbusse eingesetzt.

An dem Zugunglück am Freitag waren viele Retter beteiligt. Ein BRK-Mitarbeiter schilderte den dramatischen Einsatz in Garmisch-Partenkirchen.

Update 8. Juni, 8.22 Uhr: Noch ist unklar, wie es am Freitag zu dem schrecklichen Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen kommen konnte. Fest steht jedoch: Die Eisenbahnen in Deutschland gelten seit Jahren als marode. Einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ zufolge plant die Deutsche Bahn Schienenreparaturen entlang der Unfallstrecke zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen. Nun gibt es heftige Kritik an der Bahn-Expertengruppe.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Bahnexperten befürchten weitere Entgleisungen

„Die Eisenbahn wurde vor dem Bruch gerettet. Und es wird in den nächsten Jahren nicht besser, es wird schlimmer“, sagte Carl-Peter Naumown, Vorstandsmitglied der Allianz Pro Schiene e. C. “, gegenüber dem Foto. „Der Reparaturstau beträgt jetzt 60 Milliarden Euro.“ Warum der Zug entgleiste, ist noch unklar. Allerdings befürchtet Naumann, dass weitere Probleme hinzukommen könnten. “Es gibt zu viele Stellen im Schienennetz, die ausgebaut werden müssen.”

Auch am 5. Tag nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen gehen die Reinigungsarbeiten weiter. Der Tatort ist noch geschlossen. © Dominik Bartle

Inzwischen hat sich Innenminister Joachim Hermann zur Ursache des Vorfalls geäußert. Der HSS-Politiker betonte gegenüber dem BR, dass derzeit „mit Schwerpunkt auf technischen Mängeln gesucht“ werde. Er versprach: „Auf jeden Fall werden sie derzeit gründlich geprüft und vermessen“, sagte er am Montag.

Update vom 7. Juni, 17.34 Uhr: Die Reinigungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Der Farchanther Tunnel wird in Kürze wieder für den Verkehr freigegeben. Die Sperrungen führten jedoch zu riesigen Staus rund um den Tatort.

Update 7. Juni, 14.49 Uhr: Die Ermittlungen zum Vorfall Garmisch-Partenkirchen laufen auf Hochtouren. In letzter Zeit standen Chassis und Schienen im Fokus. Am Unfallort wurden Kontrollen durchgeführt – das Fahrgestell ist gesichert. Mit einem einstimmigen Ergebnis. Wie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) dem BR sagte, waren sich alle Experten vor Ort einig, dass „die wahrscheinlichste Ursache ein technischer Defekt an der Schiene oder am Zug“ sein dürfte.

Zugunglück bei Garmisch: Ermittlungen gegen Eisenbahner – DB mit erster Stellungnahme

Die Deutsche Bahn hat derweil – mehr oder weniger – eine erste Stellungnahme abgegeben. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen drei Bahnangestellte ermittelt. Aufgrund dieser laufenden Ermittlungen könne sich der Konzern derzeit nicht äußern, teilte die DB dem BR mit. „Wir tun natürlich alles, um die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung der Unfallursachen zu unterstützen“, sagte ein Bahnsprecher.

Update vom 7. Juni, 12.52 Uhr: Zu den Ermittlungen gegen die Mitarbeiter der Staatssicherheit sind bereits weitere Informationen bekannt. Laut Münchner Merkur/tz werden gegen den Fahrer, den Disponenten und den Streckenverantwortlichen ermittelt.

Update 7. Juni, 12.12 Uhr: Wie konnte es zum Zugunglück in Burgrain kommen? Was war die Ursache für den tragischen Vorfall? Am Dienstag wurde bekannt, dass gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird. In welchem ​​Bereich der Angeklagte beispielsweise bei DB Netz arbeitet, wurde nicht bekannt gegeben. Angaben zu Alter und Wohnort liegen nicht vor. Ein Teil der Strecke ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft München II noch nicht geräumt. „Das ist wie eine Art Sicherheit.“ Die E-Lok der Baureihe 111, die den Zug in Richtung Farchant schob, und der dazugehörige Waggon „bleiben auf unbestimmte Zeit am Tatort, da noch Ermittlungen erforderlich sind“, erklärten sie von der Polizei Oberbayern Hauptquartier.

Zugunglück bei Garmisch: Ermittlungen gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn

Update 7. Juni, 11.31 Uhr: Nach dem Zugunglück in Burgrain wird gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Dies wurde vom Pressesprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt …