Die Gesundheit
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den letzten Tagen zwei Fälle von Diphtherie als Patienten in einem Wiener Krankenhaus behandelt. In einem Fall starb der Patient, im zweiten Fall erholt sich der Patient.
09.06.2022 09.50 Uhr
Heute um 9.50 Uhr online
Die Krankheit wird in Österreich gemeldet. Beide Fälle wurden im Rahmen dieser Meldepflicht bekannt. Zusätzliche labordiagnostische Abklärungen wurden organisiert, die vom Gesundheitsministerium weitergeführt werden. Die örtlichen Gesundheitsbehörden würden die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Beide Fälle wurden internationalen Gesundheitsbehörden gemeldet.
Durch eine Impfung und eine Auffrischungsimpfung alle zehn Jahre kommt die Krankheit hierzulande fast nicht vor. Einige Fälle wurden jedoch laut der Website des Ministeriums seit 2014 registriert.
Lokale Infektion bis hin zu Herzmuskelschäden
Diphtherie wird durch Toxine des Bakteriums Corynebacterium diphtheriae verursacht. Bakterien werden durch Tröpfchen und engen Kontakt übertragen. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage. Das Krankheitsbild kann von lokalen Infektionen (Nase, Rachen, Diphtherie des Kehlkopfes) über Infektionen der Atemwege bis hin zu schweren toxischen Formen (Schäden an Herzmuskel, Nieren, Leber) reichen.
Ausreichend geimpfte Personen können C. diphtheriae auf den Nasen-Rachen-Raum übertragen und übertragen, ohne selbst zu erkranken. Die Krankheit wird mit Antibiotika und Antitoxinen behandelt. Der wirksamste Weg, um der Krankheit vorzubeugen und sie zu verschärfen, ist die Impfung. Dies geschieht im Rahmen der Sechsfachimpfung bei Kindern. Die erste Auffrischimpfung wird im Alter zwischen sieben und neun Jahren empfohlen, dann alle zehn Jahre und ab dem 60. Lebensjahr alle fünf Jahre.
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