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Testbericht: Linksys LAPAX3600C Cloud Managed WiFi 6 Access Point

Vor einiger Zeit haben wir den Linksys LAPAC1750C Dual-Band Cloud WLAN Access Point getestet. Schauen wir uns nun das Nachfolgegerät an, das WiFi 6 nach IEEE 802.11ax mit bis zu 3600 Mbit/s unterstützt. Das Gerät richtet sich vor allem an Personen, die IT-Infrastrukturen aufbauen und warten, da der WLAN Access Point Dualbands im 2,4-GHz- und 5-GHz-Frequenzbereich gleichzeitig unterstützt, aber auch Remote-Management und Zero-Touch-Provisioning sowie 2,5-GHz-Ethernet . Über eine zentrale Plattform können mehrere Access Points für verschiedene Standorte und auch mehrere Clients verwaltet und mit Echtzeit-Statistiken überwacht werden.

Viel Arbeit mit dem Linksys LAPAX3600C Cloud Managed WiFi 6 Access Point. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Linksys LAPAX3600C Hardware und Lieferumfang

Das erste im Paket ist der 205 x 205 x 34 mm große Access Point. Das quadratische Gerät ist deutlich kleiner und dünner als die sechseckigen Modelle seiner Vorgänger und glänzt mit einer weißen Kunststoffhülle. Der Herstellername von Linksys ist mittig silbern aufgedruckt und in der oberen Mitte sind vier LEDs zu sehen. Sie heißen Power, Ethernet, Internet und Cloud.

Auf der linken Seite befindet sich ein Steckplatz für ein Kensington-Schloss.

Die Rückseite des nur 812,6 Gramm leichten Linksys AC3600C besteht nun aus Metall und leitet die Wärme besser ab. Im Gegensatz zu früheren Business Access Points gibt es jetzt zwei Montagehalterungen mit Standardschrauben. Dadurch kann der LAPAX3600C an Decken oder Wänden befestigt werden. Zum Lieferumfang gehören außerdem drei Kunststoffclips, die mittig auf den Typenschild-Aufkleber geschoben werden. Sie eignen sich für Deckenschienen in zwei Standardbreiten und für den dritten Adapter zur Befestigung mit Schrauben und Dübeln oder an Masten mit Kabelbindern. Zwei 45 cm lange Kabelbinder sind ebenfalls dabei, außerdem erhalten wir zwei Montagesets: einmal mit Schnellbau-Schraubdübeln und langen Schrauben und einmal mit kurzen Schrauben und massiven Mauerwerksdübeln.

Alle Anschlussmöglichkeiten befinden sich auf der Rückseite und befinden sich in einer Aussparung in der Metallplatte an der Unterseite. Hier findet man einen Reset-Knopf und daneben einen USB-A-Anschluss, der derzeit ohne Funktion ist. Daneben befinden sich zwei RJ45-Ethernet-Ports, wobei Ethernet 2 nur Gigabit-LAN ​​bereitstellen kann, während der mit Ethernet 1 bezeichnete Port nur Power-over-Ethernet-Plus (PoE+) nach dem Standard IEEE 802.3at (48 V) aufnehmen kann bietet auch 2,5-Gigabit-Datengeschwindigkeiten. Ganz rechts befindet sich ein standardmäßiger 12-V-Gleichstromanschluss in Form eines Zylinders, der für bis zu 2,5 A ausgelegt ist. Interessanterweise kann die PoE-Verbindung auch mit dem weniger leistungsfähigen 802.3af bewältigt werden.

Eine Kurzanleitung und eine Produktdokumentations-CD runden den Lieferumfang ab. Ja, es wird 2022 tatsächlich eine CD damit geben. Selbstverständlich stehen die Dokumente auch bei Linksys zum Download bereit. Allerdings ist kein Netzteil dabei.

Kommen wir zu den inneren Werten.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Die acht intern verbauten Antennen ermöglichen es dem Linksys LAPAX3600C Cloud Managed WiFi 6 Access Point nicht nur 4×4 MIMO (Multiple Input, Multiple Output) zu übertragen, sondern auch bis zu acht SSIDs gleichzeitig. Jede SSID, dh. Jedes WLAN-Signal kann einen eigenen DHCP-NAT-Modus haben und einem eigenen VLAN zugewiesen werden.

Frequenzbereiche

Der Linksys LAPAX3600C kann elf Kanäle im Bereich von 2412 GHz bis 2462 GHz und vier Kanäle im Bereich von 5180 GHz bis 5240 GHz verwenden.

5 Kanäle können im Bereich von 5,745 GHz bis 5,825 GHz konfiguriert werden.

Der Cloud-verwaltete Access Point unterstützt WiFi 6 (IEEE 802.11ax) und kann gemäß der AX3600-WLAN-Geschwindigkeitsnomenklatur theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 3600 Mbit/s im WLAN erreichen. Es kommt natürlich auf den Signal-Rausch-Abstand, das verwendete Endgerät und vieles mehr an.

Funktionen des Linksys LAPAX3600C

1024-QAM

WiFi 6 beinhaltet auch das neue 1024-QAM. Die 10-Bit-Quadraturamplitudenmodulation ermöglicht Datenraten, die bis zu einem Viertel höher sind als bei WiFi 5, d. h. IEEE 802.11ac.

BSS-Färbung

IEEE 802.11ax beinhaltet auch das sogenannte BSS-Coloring, bei dem Datenpakete, genauer gesagt Datenframes, vom Access Point anhand einer Farbe identifiziert werden können. Dies ist nützlich, wenn mehrere WLAN-Signale auf demselben Kanal übertragen werden und Kollisionen verursachen. Solche Situationen werden durch BSS-Färbung erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen wie Kanalwechsel können eingeleitet werden.

Angestrebte Weckzeit

Mit der Target Wake Time verfügt WiFi 6 jetzt über einen Mechanismus, mit dem Geräte aushandeln können, wann und wie oft sie ein- und ausgeschaltet werden, je nachdem, wann sie Daten senden und empfangen müssen. Gerade für IoT-Gadgets ist das ein großes Plus, denn es spart viel Strom.

Tx-Beamforming

Von 802.11n, das heißt Generation WiFi 4 wird Beamforming als Methode unterstützt, um die Richtung eines WiFi-Geräts zu bestimmen und ein stärkeres Signal in diese Richtung zu senden. Das Verfahren wurde jedoch nicht nach dem IEEE 802.11ac-Standard standardisiert.

OFDMA

Mit Hilfe des orthogonalen Frequenzmultiplexverfahrens können innerhalb einer Trägerfrequenz unabhängig voneinander modulierende Unterträger verwendet werden. Dieser Ansatz ermöglicht gleichzeitige Übertragungen zu und von mehreren Clients. Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA) bringt dem Linksys LAPAX3600C WiFi 6 nun den Vorteil, dass die Verbindung zu jedem einzelnen Client gemessen und entsprechend optimiert werden kann. Dies führt letztendlich zu stärkeren und schnelleren WLAN-Signalen an den Endgeräten.

Stromverbrauch und Einsatzbereich

Der Linksys LAPAX3600C Cloud Managed WiFi 6 Access Point wird vom Hersteller mit einer Leistungsaufnahme von 24 Watt angegeben, wodurch der 12 V 2,5 A Netzwerkeingang über erhebliche Leistungsreserven verfügt.

Der LAN Access Point ist für den Einsatz in einem Temperaturbereich von 0 °C bis 40 °C ausgelegt und verträgt eine relative Luftfeuchtigkeit von 0 Prozent bis 90 Prozent. Das Gerät entspricht dem US Trade Agreements Act (TAA-Compliance) und darf daher in bestimmten Regierungsinstitutionen verwendet werden, jedoch nur nebenbei.

Sicherheit

Zusätzlich zum VLAN-Tagging und Untagging kann der Linksys WLAN AP auch drahtlose Clients isolieren und das kabelgebundene LAN logisch trennen. Das bedeutet, dass jedes Gerät in einem isolierten WLAN-Signal vom LAPAX3600C keine anderen Geräte mehr sieht, sondern nur noch den Access Point selbst. Natürlich kann ein sogenanntes Captive Portal eingerichtet werden, auf dem die Nutzungsbedingungen des WLANs stehen können bestätigen oder können eine zusätzliche Eingabe machen. Dieses Portal kann auf einem externen Server gehostet werden oder direkt aus dem Linksys Cloud Manager kommen, wo unbegrenzt Logos und Texte hochgeladen und entsprechend angepasst werden können.

Zur Verschlüsselung des WLAN-Signals bietet der Linksys LAPAX3600X WPA und WPA2, entweder mit einem Preshared Key (PSK) oder mit einem 802.1x RADIUS-Server. WPA3 sucht man vergeblich.

Darüber hinaus kann die SSID oder Client-Bandbreite kontrolliert und dank WMM die Qualität von Diensten auf deren Art bezogen werden.

Linksys Cloud-Manager

Natürlich ist es wichtig, dass der Linksys LAPAX3600C AX3600C WiFi 6 Access Point über die Cloud verwaltet wird. Das bedeutet, dass wir ein Linksys Cloud Portal-Konto benötigen, um den Zugangspunkt zu konfigurieren. Es ist während der gesamten Lebensdauer des Produkts kostenlos, es sei denn, Sie können auf zusätzliche Funktionen wie den Bandbreitenverlauf oder die Suche nach Clients nach SSID nicht verzichten.

Linksys setzt beim Cloud-Management auf Tanaza. Auch Access Points anderer Hersteller wie MikroTik oder Ubiquiti sind mit deren ebenfalls datenschutzkonform verwalteter Plattform kompatibel. Dort zahlen Sie jedoch 3,50 USD pro Gerät und Monat für die Cloud-Manager-Funktion oder 105 USD pro Gerät für fünf Jahre.

Homepage-Editor von Linksys Cloud Manager. Bildschirmfoto: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Zero-Touch-Lieferung

Zunächst einmal ermöglicht die Cloud, den Access Point nur mit Seriennummer und MAC-Adresse einzurichten, ohne ihn in der Hand zu halten. Sobald es sich mit dem Internet verbindet, lädt es automatisch die Konfigurationsdaten.

Das bedeutet zum Beispiel, dass Kunden direkt ab Lager mit Linksys-Geräten beliefert werden können und sich um alles andere gekümmert wird. Das ist wirklich sehr hilfreich. Gerade wenn ein Gerät ausfällt, kann der Access Point einfach als Ersatz geliefert und vor Ort ohne großen Aufwand oder Konfigurationsaufwand in wenigen Minuten ausgetauscht werden.

Fernbedienung

Sie können auch jedes der registrierten Geräte über Linksys Cloud Manager verwalten. Natürlich werden auch Netzwerkprobleme angezeigt und Echtzeit-Statistiken und Übersichten bereitgestellt. Letztere stehen allerdings nur dann in Echtzeit zur Verfügung, wenn man nicht für die Linksys Cloud Manager Software bezahlen möchte. Aber dann kann sie bis zu 30 Tage in die Vergangenheit schauen.

WLAN-Clients können auch während der Fahrt direkt von der Webanwendung eingesehen und so beispielsweise blockiert oder in der Bandbreite gedrosselt werden. All dies erfordert keine spezielle Software, da es browserbasiert von einem Tablet, Laptop oder Smartphone von überall auf der Welt funktioniert.

Warnungen

Auch Alerts werden direkt in der Cloud gesammelt und bei Netzwerkproblemen benachrichtigt. So bleiben Sie im Bilde dessen, was…