Schulgebäude werden oft in den Sommerferien renoviert. Aufgrund der Inflation werden nun jedoch einige Reparaturen verschoben.
Auch der Schulbetrieb ist von den laufenden Kostensteigerungen nicht ausgenommen. Renovierungsarbeiten an Schulgebäuden werden oft im Sommer durchgeführt. Aufgrund der Preissteigerungen in vielen Lebensbereichen werden Reparaturen derzeit jedoch verschoben. Das zeigt ein aktueller Fall aus der Stadt Vöcklabruck.
In der Grundschule Schererstraße war im Sommer eine Erweiterung der Kita und eine Innenrenovierung geplant.
Die anfängliche Planung hätte jedoch zu Mehrkosten von 40 Prozent geführt. Laut Vöcklabrucks Bürgermeister Peter Schöbesberger (SP) waren dafür 750.000 Euro veranschlagt, inzwischen dürfte die Summe aber auf 1,2 Millionen Euro gestiegen sein. Einer der Gründe ist die geringe Anzahl an Angeboten von Handwerksbetrieben.
“Ich muss jeden Euro zweimal umdrehen”
Grundsätzlich wird die Inflation durch den staatlichen Zuschuss für die Instandsetzung von Schulen und Gebäuden durch das Bildungsministerium ausgeglichen. Darüber hinaus soll ein von Magistratsämtern entwickeltes Paket weitere 31 Millionen Euro einbringen.
Der Hauptgrund für die Verschiebung des Umbaus sei aber die aktuelle Marktsituation: „Wir haben unseren Komplettumbau angekündigt und erhalten in der Regel viele Angebote. Allerdings ist in der aktuellen Situation ein Wettbewerb nicht möglich, der Markt ist überhitzt. Wir haben uns beworben.“ für alle sechs Punkte und erhalte nur ein Angebot von einem Handwerksbetrieb.“
Deshalb stockt das Projekt jetzt: „Wir wollen jetzt nicht viel Geld für ein Angebot ausgeben, wenn wir später vielleicht bessere bekommen können. Normalerweise bekommen wir in einer Auktion viele Angebote und können dann das für uns profitabelste auswählen. Warten wir also einfach auf bessere Bedingungen, denn wir müssen jeden Euro zweimal umdrehen.“
“Auf dem Budget”
Für Schobsberger gibt es aber neben der Inflation noch ein weiteres Problem, nämlich den Finanzausgleich, d.h. die Aufteilung der Finanzen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Er sieht darin einen Nachteil für seine Stadt und sagt gegenüber Dnes: „Auf dem Papier haben wir eine hohe Finanzkraft und damit einen geringen Finanzierungsgrad. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir als Kreisstadt auch viele Kommunalabgaben haben. befreite Unternehmen, zum Beispiel das Krankenhaus. Budgettechnisch sind wir am Limit.”
Wird sie mehr Geld vom Bund oder von den Ländern verlangen? Der 35-jährige Bürgermeister von Vöcklabruck im Interview: „Natürlich würde ich mir mehr finanzielle Unterstützung wünschen, aber meine Erwartungen hier sind durch die Erfahrung getrübt.“
Nach Angaben der roten Hauptstadt hat das Land die Förderung von fünf beantragten Ganztagsgruppen in der Anfangsphase auf drei reduziert. Aber er sagt auch: “Bei der enormen Kostensteigerung können Bund und Länder natürlich nicht helfen.”
In einer Schule ist eine Decke eingestürzt
Ein konkretes Beispiel in einer Grundschule in Kopfing (Kreis Schärding) zeigt, dass einige Schulgebäude durchaus sanierungsbedürftig sind. Wie “Heute” berichtete, stürzte ein Teil der Decke ein, zum Glück war damals keine Schule.
Zwei Reinigungskräften ist dies laut Kopfings Bürgermeister Bernhard Schaching in der „BezirksRundSchau“ aufgefallen: „Die beiden Frauen hörten plötzlich ein Geräusch, kontrollierten und informierten dann die Schulwache.“ Innerhalb einer halben Stunde stürzte die komplette Decke ein, inklusive die Gipskartonplatte, Aluminiumschienen und Isolierung . Glücklicherweise wurden beide Reinigungskräfte nicht verletzt“, sagte der Bürgermeister.
Die Decke stammt von der letzten Renovierung der Schule, die laut Shahing vor 24 Jahren durchgeführt wurde. „Wir wissen immer noch nicht, wie das alles passiert ist. Die Schule ist im Moment abgeriegelt. Wir dürfen nichts zurücklassen, bis ein Experte die Angelegenheit untersucht.“
Weitere Schulräume werden nun auf Sicherheit überprüft.
Solidarität ist gefragt
In einer Aussendung verwies Bildungssprecher Reinhard Amer von den Grünen auf dieses aktuelle Thema und forderte eine „enge Allianz zwischen Politik und Wirtschaft“: „Unsere Kinder können nicht in leeren Klassenzimmern sitzen. Lehrer sollen unter hängenden Kabeln unterrichten Statt der verzögerten Schulbauoffensive müssen nun die Reparaturen verschoben werden, weil Geld und Handwerker fehlen. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen.”
Nav Account JR Zeit24.07.2022, 13:00| Akt: 24.07.2022, 13:09 Uhr
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