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Wettervorhersage: Kommt die Hitzewelle in den Norden? | NDR.de – Nachrichten

Stand: 14.07.2022 09:37 Uhr

Große Teile Südeuropas leiden derzeit unter einer extremen Hitzewelle. Temperaturen über 40 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Drohen solche Zustände nächste Woche im Norden?

Meteorologe Steffen Schröter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) hält die Prognosen einiger Medien für übertrieben. „Von einer Hitzewelle kann man erst nach drei Tagen sprechen“, sagte der Experte am Mittwoch im Gespräch mit NDR.de. Höchstens ein bis zwei Tage mit sehr hohen Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad dürfte es in der nächsten Woche geben. 40 Grad wie in Südeuropa hält er für unwahrscheinlich.

Am Sonntag Sonne und Wolken bei maximal 24 Grad

Nach zunächst unbeständigem Wetter am Samstag wird es am Wochenende laut NDR-Prognose sonnig bis bewölkt bei maximal 24 Grad, nordöstlich der Elbe vereinzelt Schauer. Heißer wird es laut dem Experten des DWD auch am Montag nicht, dann könne die Kurzhitze beginnen. “Im Moment ist es schwer zu sagen, ob Dienstag oder Mittwoch der heißere Tag wird.” Schroeter betonte, dass Wettermodelle derzeit noch eine große Schwankungsbreite für die kommende Woche aufzeigen. Entsprechend unsicher sind alle Vorhersagen.

Die Hitze dürfte nur von kurzer Dauer sein

Kommt die Hitze, dürfte es laut DWD in einem Schwad von Südwestniedersachsen über die Lüneburger Heide und Hamburg bis nach Ostholstein bis zu 35 Grad heiß werden, ähnlich heiß könnte es auch im Landesinneren Mecklenburg-Vorpommerns werden. An den Küsten von Nord- und Ostsee bleibt es hingegen mit rund 25 Grad milder. Spätestens am Donnerstag nächster Woche sollen die Temperaturen im Norden deutlich sinken – dann sind laut Meteorologe Schröter nicht mehr als 20 Grad zu erwarten.

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Eine Ärztekammer pocht auf kommunale Pläne zum Hitzeschutz

Unabhängig von der aktuellen Wetterlage fordert die Ärztekammer Niedersachsen generell eine bessere Vorbereitung auf künftige Hitzewellen. „Wir müssen sofort handeln. In den Kommunen braucht es Hitzeschutzpläne“, sagte die Präsidentin der Ärztekammer (NAK), Martina Wenker, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Ohne adäquate Maßnahmen könne es viele Todesfälle bei Alten und Kranken geben, warnte Venker. Ein Staat und Kommunen sind notwendig.

Vor allem Städte können von der Hitze betroffen sein. Da müssen kühle Räume sein. Kommunen sollten auch Versorgungspläne für besonders betroffene Menschen entwickeln. Zu klären sei auch, wie viele Hausärzte und Pflegekräfte im Sommer erreicht werden könnten. Im heißen Sommer 2018 seien etwa tausend Menschen mehr gestorben als sonst, sagte Venker.

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Informationen zum NDR | Aktuell | 12.07.2022 | 21:45 Uhr