1/5
Mit der AHV-Reform wird das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre angehoben – dagegen wehrt sich die Linke.
Wird der Sonntag ein schwarzer Tag für die Gegner der AHV-Reform? Es scheint ganz so. Denn die Vorlage hat gute Chancen bei den Wahlen. Elf Tage vor der Abstimmung am Sonntag stimmten 59 Prozent der GFS Bern für die Reform und damit für die Anhebung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre. Allerdings erreichte das Nicht-Lager nur 38 Prozent. Auch bei der mit der Reform verbundenen Mehrwertsteuererhöhung liegen die Profis klar in Führung.
Allerdings ist die Unterstützung für eine Angleichung des Rentenalters zurückgegangen: Seit der ersten GFS-Umfrage hat das Nein-Lager um fünf Prozent zugenommen. Und die Unterstützer erreichten im August 64 Prozent. Bemerkenswert ist, dass vor allem Männer die Reform befürworten – 72 % von ihnen sagen „Ja“, aber nur 46 % der Frauen. Ob Frauen künftig bis 65 arbeiten müssen, wird sich am Sonntag zeigen. Und ob Männer über Frauen stimmen.
Das Stadt-Land-Gefälle in der Massentierhaltungsinitiative
Derweil sieht es für die Massentierhaltungsinitiative nicht gut aus. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent lehnte in der jüngsten Volksbefragung den Gesetzentwurf ab, der die Massentierhaltung verbieten und Bio zum Standard in der Tierhaltung machen will.
Das könnte Sie auch interessieren
Wie so oft bei landwirtschaftlichen Abstimmungen gibt es ein Stadt-Land-Gefälle. Laut einer GFS-Umfrage wollen 62 Prozent im ländlichen Raum gegen die Initiative stimmen. Die Zustimmung liegt bei 36 Prozent – im Vergleich zu den landwirtschaftlichen Initiativen des Jahres 2021 ist der Unterschied allerdings weniger ausgeprägt. In der großen Agglomeration befürworten 53 Prozent die Initiative, dennoch dürfte sie es bei den Wahlen schwer haben. Denn: Neben der Wählerschaft muss auch mehr als die Hälfte der Klassen zustimmen.
Für die Quellensteuer ist noch alles offen
Bei der Quellensteuer ist noch alles offen. Obwohl 47 Prozent die Änderung des Abgeltungssteuergesetzes befürworten, liegt das Nein-Lager mit 44 Prozent nur knapp dahinter. Der Trend geht auch in Richtung Nein; Im Vergleich zur GFS-Umfrage Ende August hat die Ablehnung des Gesetzentwurfs deutlich zugenommen. Am Sonntag dürfte es also sehr eng werden.
Wie an jedem Wahlsonntag sind auch heute Überraschungen nicht ausgeschlossen. Blick hält Sie im Ticker und auf Blick TV den ganzen Tag über auf dem Laufenden – mit Prognosen, Vorhersagen und Ergebnissen, aber auch Reaktionen und Analysen.
Add Comment