Stand: 01.09.2022 14:52
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute – Donnerstag, 1. September 2022 – über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die EMA hat die ersten Impfstoffe gegen Omicron zugelassen
- Lehrervereinigung: Schutz von Grundschulen vor Schließung durch Maskenpflicht
- Impfung: Lauterbach empfiehlt, auf einen neuen Impfstoff zu warten
- SH: Der Landtag will von Experten zur Entwicklung der Corona-Situation hören
- Neuinfektionen im Norden bestätigt: 4.392 in Niedersachsen, 1.385 in Schleswig-Holstein – Hamburg meldete keine neuen Fälle
- RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 273,3 – 39.396 neue Fälle gemeldet
Tabellen, Grafiken und Karten von Inzidenz, geimpften und anderen Daten
14:52 Uhr
Die EMA hat die ersten Impfstoffe gegen Omicron zugelassen
An die Omicron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe können nun auch in der Europäischen Union eingesetzt werden. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) in Amsterdam hat heute Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen, die an die Subvariante BA.1 von omicron angepasst sind. In Deutschland spielen diese Viren keine Rolle mehr. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass dieser Impfstoff auch gegen die derzeit kursierenden Omicron-Sublinien besser wirkt. Die Europäische Kommission möchte die Empfehlung der EMA möglicherweise sehr schnell übernehmen. Die neuen Impfstoffe sollen laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereits in der kommenden Woche nach Deutschland geliefert werden.
Die EMA prüft derzeit auch die Zulassung von Impfstoffen, die an die aktuellen Varianten von Omicron BA.4 und BA.5 angepasst sind. Wenn die EU-Kommission dann Ende September oder Anfang Oktober auch diese Impfstoffe zulässt, werde auch Deutschland “ganz schnell” von Biontech/Pfizer mit einer ersten Tranche von 9,5 Millionen Dosen beliefert, heißt es in einem Schreiben von Minister Lauterbach.
Mehr Informationen
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2.30
Umfrage: Die Corona-Protestbewegung ist politisch überwiegend rechts
Laut einer aktuellen Studie ist die insgesamt heterogene Protestbewegung gegen das Coronavirus politisch überwiegend rechts. Obwohl unterschiedliche ideologische Hintergründe und auch weltanschauliche Strömungen zu finden seien, gebe es einen Fokus auf überwiegend rechte, populistische bis extreme Einstellungen, teilte der Forschungsverbund Motra („Beobachtungssystem und Transferplattform für Radikalisierung“) heute in Wiesbaden mit Bericht 2021 eingeführt. „Die Corona-Protestbewegung ist politisch, ideologisch und weltanschaulich eher rechts als links orientiert“, heißt es in dem Bericht. Die Corona-Pandemie sei daher ein zentraler Treiber eines “überwiegend rechtsextremen Radikalisierungsprozesses, der von Verschwörungstheorien und demokratischer Distanz untermauert wird”. Am Forschungsverbund Motra sind mehrere deutsche Hochschulen und das Bundeskriminalamt beteiligt. Ziel ist es, die Radikalisierung in Deutschland zu beobachten und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu verbessern.
13:19 Uhr
SH: Der Landtag will von Experten zur Entwicklung der Corona-Situation hören
Der Landtag Schleswig-Holstein will im Herbst und Winter Experten zur weiteren Entwicklung der Corona-Lage anhören. Einen entsprechenden Vorschlag der Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen hat der Landtag heute bei Stimmenthaltung von FDP und SSW angenommen. Ein Antrag der beiden Oppositionsgruppen mit Anträgen an die Landesverwaltung soll in der Sozialkommission beraten werden. Auf Anfrage von FDP und SSW berichtete Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) über die Strategie der Landesregierung. Unsinnige Massentests sind daher nicht mehr sinnvoll. Sie wird sich auch dafür einsetzen, dass die Kernpflicht der Isolation im Falle einer Coronavirus-Infektion auf den Prüfstand gestellt wird. Covid-19 soll künftig genauso behandelt werden wie andere schwere Atemwegserkrankungen. Die 15 Impfstellen in Schleswig-Holstein müssen vorerst bestehen bleiben.
11:51 Uhr
Lehrervereinigung: Schutz von Grundschulen vor Schließung durch Maskenpflicht
Der Deutsche Lehrerverband hat Verbesserungen des neuen Infektionsschutzgesetzes gefordert, um die Schließung von Grundschulen wegen der Corona-Pandemie zu verhindern. Wie in weiterführenden Schulen soll es eine Möglichkeit geben, eine Maske zu tragen, sagte der Präsident des Deutschlehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger. Für die Grundschulen sei dies bislang „aus unbekannten Gründen“ nicht vorgesehen, obwohl es gerade für die Jüngeren wichtig sei, Präsenzunterricht anzubieten. „Wir hoffen alle auf möglichst viel Normalität im nächsten Schuljahr – möglichst ohne Einschränkungen“, erklärte Meidinger. „Das soll uns aber nicht davon abhalten, im Falle einer erneuten schweren Corona-Welle Schulschließungen wegen übermäßigen Personalmangels mit aller Kraft zu verhindern.“ Die präventive Maskenpflicht sei „offensichtlich das kleinere Übel“ gegenüber der Schließung von Schulen, heißt es der Präsident des Vereins.
11:08 Uhr
Techniker Krankenkasse: Krankenstand erreicht Bundesrekord
Die Techniker Krankenkasse (TK) meldete im ersten Halbjahr einen bundesweiten Rekord bei den Krankheitstagen ihrer Versicherten. Versicherte Mitarbeiter fehlten laut TC-Daten durchschnittlich 9,1 Tage der Arbeit. Im ersten Halbjahr 2021 fehlten Mitarbeiter durchschnittlich 6,8 Tage, im ersten Halbjahr 2019 waren es 7,8 Tage. Hauptgrund für Ausfälle sind in diesem Jahr Atemwegserkrankungen wie Grippe und Erkältungen. Im ersten Halbjahr 2022 vervierfachten sich die Corona-bedingten Ausfalltage im Vergleich zum Vorjahr auf 0,32 Ausfalltage pro Mitarbeiter. Mit einem Anteil von 3,34 % an allen Diagnosen spielen diese Krankschreibungen jedoch eine sehr geringe Rolle im Krankenstand, erklärte T.K.
9:16 Uhr morgens
Impfung: Lauterbach empfiehlt, auf einen neuen Impfstoff zu warten
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat angesichts der anstehenden Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu angepassten Corona-Impfstoffen empfohlen, bei der Impfung gegen das Virus auf die neuen Impfstoffe zu warten. „Jetzt macht es wirklich Sinn, noch ein paar Tage zu warten, bis der neue Impfstoff verfügbar ist“, sagte Lauterbach im Morgenmagazin der ARD. Beide neuen Impfstoffe, angepasst an die Omicron-Variante, bieten „sehr guten Schutz“ gegen alte und neue Varianten des Virus. Sie enthielten Teile des alten Impfstoffs plus Teile, die gegen die Omicron-Varianten schützten. Er sei „dankbar, dass dieser große wissenschaftliche Sprung nach vorne möglich war“, sagte Lauterbach. Nach Angaben des Ministers befindet er sich in Gesprächen mit der Ständigen Impfkommission (Stiko). Eine Woche nach der Zulassung des neuen Impfstoffs in der EU wird die Kommission eine Empfehlung für Deutschland aussprechen.
8:48 Uhr
Das Oktoberfest in München wird ohne Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus gefeiert
In etwas mehr als zwei Wochen, am 17. September, beginnt das Oktoberfest auf der Münchner Theresienwiese. Nach zweijähriger Corona-bedingter Zwangspause findet die Wiesn erstmals wieder statt – und zwar ohne besondere Hygienemaßnahmen. Das bestätigte die Stadt München. Vorfreude mischt sich mit Ungewissheit.
AUDIO: Oktoberfest ohne Krone Hygieneregeln (1 Min.)
7:35 Uhr morgens
Auch der Landtag in Schleswig-Holstein diskutiert über Corona
Der Landtag Schleswig-Holstein setzt heute in Kiel seine erste Sitzung nach der Sommerpause fort. Auch der weitere Umgang mit dem Coronavirus steht auf der Agenda. Im Gespräch ist ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen, die die Erstellung eines Gutachtens zum Thema wollen. Nach dem Willen der FDP-Fraktion soll der Landtag die Landesregierung auffordern, auf Bundesebene darauf hinzuwirken, dass die allgemeine Isolationspflicht bei einer Corona-Infektion beendet wird. Die Fraktion pocht zudem auf eine bundesweite Kommunikationskampagne zum Übergang von Pandemie zu Endemie. Ein weiteres Thema des Treffens ist die Erleichterung der Bürger über die stark gestiegenen Energiepreise.
7:13 Uhr morgens
Chinas Technologiezentrum Shenzhen verschärft die Maßnahmen
Südchinas Tech-Metropole Shenzhen weitet ihre Corona-Beschränkungen aus. Mindestens fünf Bezirke mit etwa 13 Millionen Einwohnern sind nun von der Schließung von Unterhaltungs- und Kultureinrichtungen betroffen, sagen Behörden. Restaurants dürfen weiterhin nicht oder nur eingeschränkt öffnen. Der Schulbeginn, der heute beginnen sollte, wurde verschoben. Der weltgrößte Elektronikmarkt in Huaqiangbei bleibt geschlossen. China verfolgt eine Null-Covid-Politik und hat im Vergleich zu anderen Ländern drastisch reagiert. Shenzhen meldete 62 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, gegenüber 37 am Vortag.
06:00 Uhr morgens
RKI: Die Sieben-Tages-Frequenz in Hamburg liegt jetzt bei 101,6
In Hamburg liegt die Sieben-Tages-Rate der Corona-Neuinfektionen derzeit bei 101,6. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Morgen mit. Damit hat die Hansestadt weiterhin die niedrigste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche im gesamten Bundesgebiet. Gestern lag der Wert bei 142,6. Dem RKI lagen keine Daten zu neuen laborbestätigten Corona-Fällen vor.
06:00 Uhr morgens
In Niedersachsen wurden 4.392 neue Coronavirus-Fälle gemeldet
In Niedersachsen wurden laut Robert-Koch-Institut weitere 4.392 Corona-Fälle gemeldet (gestern: 5.431). Die Sieben-Tages-Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 265,9 – und…
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