Stand: 09.05.2022 00:15
Ein Privatflugzeug ist auf dem Weg von Spanien nach Köln über die Ostsee geflogen und vor der lettischen Küste ins Meer gestürzt. Die vier Insassen haben möglicherweise nicht überlebt.
Am frühen Abend setzten die schwedischen Behörden den ersten Notruf ab: Zwischen den schwedischen Inseln Yolanda und Gotland befand sich nach Angaben der Sprecherin ein Kleinflugzeug mit einem Notfall an Bord.
Der Privatjet verließ Spanien am Nachmittag und sollte in Köln landen. Stattdessen flog die Maschine mit vier Personen an Bord weiter nach Norden – ohne Kontakt zur Flugsicherung.
Anne-Louise Carlsson von der schwedischen Schifffahrtsbehörde sagte am Abend, dass wahrscheinlich niemand überlebt habe: „Am Tatort sind ein Flugzeug und ein Hubschrauber. Wenn ein Flugzeug aus großer Höhe und mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser stürzt und man nur noch Wracks findet, dann gibt es keine Überlebenden.”
Ein bewusstloser Pilot?
Eine Verbindung mit dem Privatjet über Frankreich sei nicht mehr möglich, hieß es. Nach Angaben schwedischer Behörden landete das Flugzeug nicht wie geplant in Köln, sondern flog weiter nach Dänemark, Schweden und dann nach Lettland.
Eurofighter aus Deutschland und auch dänische Jäger begleiteten das Flugzeug. Die Piloten sahen niemanden im Cockpit.
Was genau an Bord geschah, ist noch unklar. Der schwedische Luftfahrtexperte Hans Kjäll vermutete einen Druckabfall in der Kabine, sagte er im schwedischen Radio: „Die These ist, dass die Menschen an Bord aufgrund des Druckabfalls ohnmächtig wurden. Der Autopilot war eingeschaltet, der Privatjet hielt seine Höhe, bis ihm der Treibstoff ausging. Dann fiel es ins Meer.”
Ein Luftwaffensprecher sagte dem WDR außerdem, dass anhaltende Flugdaten zeigten, dass der Autopilot eingeschaltet war und der Pilot möglicherweise bewusstlos war.
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